{"id":7922,"date":"2020-12-18T10:43:47","date_gmt":"2020-12-18T09:43:47","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=7922"},"modified":"2021-02-24T14:57:40","modified_gmt":"2021-02-24T13:57:40","slug":"das-potential-der-nachhaltigen-verpackung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/branchenuebergreifend\/das-potential-der-nachhaltigen-verpackung\/","title":{"rendered":"Das Potential der nachhaltigen Verpackung"},"content":{"rendered":"\n
Nicht nur die nachhaltige Produktion r\u00fcckt innerhalb der Getr\u00e4nke- und Lebensmittelindustrie immer mehr in den Fokus: Gerade bei den Herstellern von alkoholfreien Getr\u00e4nken richtet sich der Blick immer st\u00e4rker auf das Nachhaltigkeitspotential der Verpackung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n W\u00e4hrend bei Bier der Brauprozess gro\u00dfen Spielraum zur Optimierung der Energieeffizienz bietet, richtet sich der Blick der Hersteller von alkoholfreien Erfrischungsgetr\u00e4nken oft auf das Nachhaltigkeitspotenzial der Verpackung<\/a>. Vor dem Hintergrund der <\/a>EU-Plastics Directive<\/a> und der Notwendigkeit, das Aufkommen an Verpackungsm\u00fcll deutlich einzud\u00e4mmen, sind auch die Lebensmittelhersteller und die Getr\u00e4nkeindustrie gefordert. Einer Frage widmen derzeit alle Hersteller in der Getr\u00e4nkeindustrie viel Aufmerksamkeit: Wie l\u00e4sst sich der Einsatz von Kunststoff minimieren? Wie gelingt nachhaltige Verpackung? <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n Das Flaschendesign kann je nach Vorgaben des Abf\u00fcllers mit individuellen Virgin-PET\/Recyclat-Mischungen umgesetzt werden. Bottle-to-Bottle-Recyclinganlagen mit Modulen f\u00fcr den Wasch- oder Dekontaminierungsprozess bereiten gebrauchte PET-Flaschen<\/a> f\u00fcr die erneute Verwendung im Lebensmittel- bzw. Getr\u00e4nkeeinsatz auf. Dass die Verf\u00fcgung \u00fcber den Rohstoff PET f\u00fcr viele Getr\u00e4nkehersteller immer interessanter wird, zeigt beispielsweise Asahi Beverages: Das Unternehmen beteiligt sich an einem Joint Venture zum Bau einer Recyclinganlage f\u00fcr PET in Australien. Projektumfang: Recyclingkapazit\u00e4t eine Milliarde 600-ml-PET-Flaschen pro Jahr mit einer Jahresproduktion von 20 000 Tonnen Recyclat. Wert der Gesamtinvestition: rund 45 Millionen US-Dollar.<\/p>\n\n\n\n Angesichts dieser Konkurrenz: Wie werden alternative Kunststoffe im Bereich der nachhaltigen Verpackung im Markt Fu\u00df fassen? Bio-PET als Blend, basierend auf Reststoffen der Zuckerrohr- oder Zuckerr\u00fcben-Produktion, kommt schon umfassend zum Einsatz. Die weltweite Produktionskapazit\u00e4t f\u00fcr dieses Material wird gem\u00e4\u00df den Erwartungen des <\/a> Instituts f\u00fcr Biokunststoffe und Bioverbundstoffe an der Hochschule Hannover<\/a>[1]<\/sup><\/a> von 1,4 Millionen Tonnen (2018) bis zum Jahr 2023 auf 2,2 Millionen Tonnen weiter zunehmen \u2013 etwa durch ver\u00e4nderte Strategien gro\u00dfer Softdrinkhersteller<\/a>. Eine spannende Frage wird auch sein, welche Bedeutung neue Kunststoffvarianten erhalten, wie die Plattformchemikalie FDCA (furandicarboxylic acid) f\u00fcr den Kunststoff PEF (polyethylene furanoate)<\/a>[2]<\/sup><\/a>. Die damit verf\u00fcgbaren Materialien werden aus erneuerbaren Rohstoffen gewonnen \u2013 aus Reststoffen der Agrarindustrie oder aus Holzabf\u00e4llen \u2013 und zeigen deutlich verbesserte Barriereeigenschaften im Vergleich zum klassischen PET. Zeitgleich wird im Getr\u00e4nkemarkt auch das Thema Kunststoffalternativen f\u00fcr die nachhaltige Verpackung weiter an Aufmerksamkeit gewinnen. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Die Innovationskraft der Branche zeigt sich bereits jetzt mit Flaschen-Varianten aus Papier <\/a>und innenliegender Folienschicht aus Bio-Kunststoff, die zum Beispiel f\u00fcr Spirituosen angewendet werden sollen. Neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Verpackungsmaterial Papier erschlie\u00dfen die Maschinenhersteller auch in der Sekund\u00e4rverpackung: Warum nicht auch einen Dosen-Tray mit Papier umh\u00fcllen? Oder: Warum nicht die Sechser-Gebinde an PET-Mineralwasser mit einem Karton-Griff ausstatten und auf die Wrap-around-Folien-Umh\u00fcllung komplett verzichten?<\/p>\n\n\n\n Auch Grundsatzdiskussionen bleiben aktuell: Ist Design for Recycling schon gelernt? Welchen Effekt hat die Abgabe der EU<\/a> auf nicht recycelte Plastikabf\u00e4lle in der Getr\u00e4nkeindustrie? Wie \u00e4ndert sich die Umweltbilanz der Verpackung, wenn Plastik durch Papier ersetzt wird? Und nicht zuletzt: Welche Rolle kann chemisches Recycling in dieser Gemengelage spielen?<\/p>\n\n\n\n Die Weltleitmesse drinktec zeigt sich am Puls der Zeit, indem sie \u201eNachhaltigkeit\u201c zu einem ihrer Leitthemen erkl\u00e4rt und einen besonderen Fokus auf nachhaltige Verpackung legt: Vom 12. bis 16. September 2022 in M\u00fcnchen bietet die drinktec eine umfassende Informationsplattform zum Zukunftsschwerpunkt Nachhaltigkeit in der Getr\u00e4nkeindustrie. Erfahren Sie mehr \u00fcber nachhaltige Verpackung und Produktion<\/a> und neue Technologien und innovative L\u00f6sungen in diesem Bereich. Sie m\u00f6chten Ihre Innovation in diesem Bereich vorstellen? Dann seien Sie auf\u00a0der n\u00e4chsten drinktec mit dabei<\/a>.<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n Der Begriff Plastik ist die umgangssprachliche Bezeichnung f\u00fcr Kunststoffe aller Art. Laut der EU-Kommission erzeugt Europa pro Jahr 25 Millionen Tonnen Kunststoffabfall. Deshalb hat die EU eine Plastikstrategie mit entsprechenden Regelungen ins Leben gerufen. Ab 2030 sollen beispielsweise s\u00e4mtliche Plastikflaschen zumindest 30 Prozent aus recyceltem Material bestehen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n [1]<\/a>\nBiobasierte Kunststoffe im Verpackungssektor<\/p>\n\n\n\n
PET \u2013 The one and only? <\/strong><\/h2>\n\n\n\n
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Schl\u00fcsseldisziplin \u201eNachhaltigkeit\u201c auf der drinktec 2021<\/strong><\/h2>\n\n\n\n