{"id":7751,"date":"2020-10-06T10:22:48","date_gmt":"2020-10-06T08:22:48","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=7751"},"modified":"2021-02-24T14:58:59","modified_gmt":"2021-02-24T13:58:59","slug":"energydrink-markt-thailand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/alkoholfreie-getraenke\/energydrink-markt-thailand\/","title":{"rendered":"Der Energydrink-Markt in Thailand \u2013 Ein \u00dcberblick"},"content":{"rendered":"\n
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In den letzten zehn Jahren konnte der\nEnergydrink-Markt in Thailand ein stabiles Wachstum verzeichnen. Trotz zuletzt\nleicht sinkender Wachstumsraten bleibt das Land auch weiterhin einer der\nwichtigsten M\u00e4rkte f\u00fcr Energydrinks im asiatischen Raum und konnte sich\nweltweit an vierter Stelle etablieren. <\/strong><\/p>\n\n\n\n

Unter Energydrinks versteht man im Allgemeinen Getr\u00e4nke, die haupts\u00e4chlich Koffein in Kombination mit weiteren leistungssteigernde Inhaltsstoffen wie Taurin<\/a> und Kr\u00e4uterextrakten enthalten. Dadurch liefern sie deutlich l\u00e4nger Energie als vergleichbare Produkte wie Sport- oder Funktionsgetr\u00e4nke. Energydrinks werden vorrangig von Erwachsenen als zus\u00e4tzlicher Energiespender<\/a> konsumiert und z\u00e4hlen aktuell zu den am schnellsten wachsenden Getr\u00e4nkesegmenten weltweit. <\/p>\n\n\n\n

Thailand wiederum ist im internationalen\nVergleich einer der innovativsten und etabliertesten Energydrink-M\u00e4rkte. 2018\nwurden hier landesweit mehr als 2,300 Milliarden Dosen und Flaschen\nverkauft. Damit liegt das Land in S\u00fcdostasien auf Platz 1 und weltweit auf\nPlatz 4 hinter den USA, China und dem Vereinigten K\u00f6nigreich. Zwischen\n2013 und 2018 verzeichnete die Energydrink-Industrie in Thailand eine j\u00e4hrliche\nWachstumsrate von 1,7 Prozent, was einer wertm\u00e4\u00dfigen Steigerung von\n21,9 Milliarden Baht auf 23,7 Milliarden Baht in diesem\nZeitraum entspricht. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Dabei werden Getr\u00e4nke ohne Kohlens\u00e4ure bevorzugt und heimische Marken sind deutlich pr\u00e4senter als ihre Pendants aus dem Ausland. So haben sich gro\u00dfe lokale Marken wie M-150, Carabao Dang oder Krating Daeng mit einem kombinierten Marktanteil von mehr als 65 Prozent eine f\u00fchrende Position gesichert.
In j\u00fcngster Zeit hielten aber auch gro\u00dfe internationale Energydrink-Marken erfolgreich Einzug in den thail\u00e4ndischen Markt, darunter Lipovitan-D, das in Thailand im Zuge der Partnerschaft zwischen Taisho Pharmaceuticals aus
Japan<\/a> und Osotspa vertrieben wird.<\/p>\n\n\n\n

Der Energydrink-Markt in Thailand \u2013\nEine Geschichte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Im Laufe der 1990er Jahre gewannen Energydrinks in Thailand zunehmend an Marktpr\u00e4senz. Unternehmen wie Osotspa oder T.C. Pharmaceutical Industries konzentrierten sich verst\u00e4rkt auf Marketing und Branding<\/a>, um die Bekanntheit ihrer Marken zu st\u00e4rken und ihre Produkte unter den Verbrauchern aus dem Arbeitermilieu zu etablieren. Das schnelle Wirtschaftswachstum in Thailand f\u00fchrte im selben Jahrzehnt zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslast und damit auch zu l\u00e4ngeren Schichten f\u00fcr die Arbeiter. Diese griffen nun vermehrt zu Energydrinks, um trotz der zus\u00e4tzlichen Belastung weiterhin konzentriert und leistungsf\u00e4hig zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n

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Osotspa deckt mit seinen Vorzeigemarken M-150, Lipovitan-D und White Shark (Chalarm) den Gro\u00dfteil des thail\u00e4ndischen Markts f\u00fcr Energydrinks hinsichtlich Absatzvolumen und Verkaufswert ab. Der zweitgr\u00f6\u00dfte Hersteller ist die Carabao Gruppe (CBG) mit ihrer Erfolgsmarke Carabao Dang <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Red Bull <\/a>\u2013 mittlerweile ein weltweites Synonym f\u00fcr Energydrinks \u2013 wurde urspr\u00fcnglich 1962 vom Bangkoker Unternehmen T.C. Pharmaceuticals entwickelt und erst durch einen \u00f6sterreichischen Investor international bekannt, was nicht zuletzt den Unternehmensgr\u00fcnder zum zweitreichsten Mann Thailands machte. In den Nullerjahren kontrollierte Red Bull die H\u00e4lfte des thail\u00e4ndischen Energydrink-Markts.<\/p>\n\n\n\n

M-150 buhlte allerdings ebenfalls um die\nGunst der m\u00e4nnlichen Arbeiterklasse und etablierte sich als ernstzunehmender\nMitbewerber (die deutsche \u00dcbersetzung ihres Slogans lautet in etwa: Eifer! Mut!\nHingabe!). In einem Land, in dem nahezu alle Arbeiter auf Energydrinks\nzur\u00fcckgreifen, um ihr Arbeitspensum zu schaffen, ist diese Zielgruppe ein\nentscheidender Erfolgsfaktor.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

Der Energydrink-Markt in Thailand \u2013\nDie Wachstumstreiber<\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Das thail\u00e4ndische Haushaltseinkommen ist\nim vergangenen Jahrzehnt im Zuge der wachsenden Urbanisierung rasant angestiegen.\nSeit Juli 2011 ordnet die Weltbank Thailand in ihrem Index als Wirtschaft\nmit einem oberen mittleren Einkommen ein. Das fortw\u00e4hrend stabile\nWirtschaftswachstum lie\u00df auch den Bev\u00f6lkerungsanteil mit mittlerem Einkommen\nansteigen. Waren 2012 noch 5,9 Millionen Menschen in einem\nAngestelltenverh\u00e4ltnis t\u00e4tig, kletterte die Zahl bis Ende 2018 auf\n7,1 Millionen.  <\/p>\n\n\n\n

In den vergangenen Jahren hat Thailands\nRegierung au\u00dferdem gro\u00dffl\u00e4chig in Infrastrukturprojekte investiert. Der daraus\nentstehende Aufschwung in der Baubranche wird wohl auch die Nachfrage nach und\ndie Arbeitsdauer von Bauarbeitern erh\u00f6hen \u2013 einer der gr\u00f6\u00dften\nVerbrauchergruppen f\u00fcr Energiedrinks. Die Infrastrukturprojekte werden also\nnicht nur als Jobkatalysator dienen und den Anteil der Arbeiter weiter in die\nH\u00f6he schrauben, sondern gemeinsam mit den anderen genannten Faktoren auch die\nNachfrage nach Energydrinks im Land weiter ankurbeln. <\/p>\n\n\n\n

Der zunehmende Wettbewerb in der\nthail\u00e4ndischen Energydrink-Branche hat in den letzten Jahren f\u00fcr einen intensiven\nPreiskampf gesorgt. Mit M-150, Carabao Dang und Krating Daeng bewegen sich die\ndrei wichtigsten Player, die 2018 zusammen f\u00fcr beinahe 65 Prozent des\nVerkaufswerts verantwortlich waren, in einem engen Preisrahmen von etwa\n11 Baht f\u00fcr 150 Milliliter in Glasflaschenabf\u00fcllung. Andere lokale\nEnergydrink-Marken waren daher gezwungen zu improvisieren, um sich einen\nMarktanteil im Arbeitersegment zu sichern oder ihre Zielgruppe auf weniger\nklassische Verbrauchergruppen wie Angestellte, Stadtbewohner oder junge\nKonsumenten auszuweiten.<\/p>\n\n\n\n

Vertriebsketten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Den gr\u00f6\u00dften Anteil des Umsatzes mit\nEnergydrinks erzielen in Thailand klassische Einzelh\u00e4ndler wie unabh\u00e4ngige\nGesch\u00e4fte. 2018 lag dieser Anteil bei 72 Prozent. Wegen der h\u00f6heren\nVerkaufsmargen ziehen die meisten Energydrink-Hersteller diesen Vertriebskanal\nmoderneren Modellen vor. <\/p>\n\n\n\n

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\n Jahr\n <\/td>\n Absatzvolumen\n (in Millionen Einheiten)\n <\/td>\n Umsatz\n (in Millionen Baht)\n <\/td><\/tr>
\n 2013\n <\/td>\n 2.142\n <\/td>\n 21.919\n <\/td><\/tr>
\n 2014\n <\/td>\n 2.170\n <\/td>\n 22.303\n <\/td><\/tr>
\n 2015\n <\/td>\n 2.192\n <\/td>\n 22.612\n <\/td><\/tr>
\n 2016\n <\/td>\n 2.236\n <\/td>\n 23.117\n <\/td><\/tr>
\n 2017\n <\/td>\n 2.259\n <\/td>\n 23.439\n <\/td><\/tr>
\n 2018\n <\/td>\n 2.287\n <\/td>\n 23.666\n <\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n

Absatzvolumen und Verkaufswert von Energydrinks in Thailand im Laufe der Jahre<\/em><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Player, die ihre Produkte im st\u00e4dtischen\nMarktsegment positionieren wollen, setzen dagegen eher auf Superm\u00e4rkte und\nEinzelhandelsketten, da diese meist in urbanen Gegenden liegen und daher von\nStadtbewohnern und Angestellten besucht werden. Allerdings ist die\nVerkaufsmarge hier oft niedriger, da die Hersteller gro\u00dfe Volumina zu einem\nentsprechend geringeren Preis verkaufen. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

Krating Daeng<\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Red Bull wird fast auf der ganzen Welt konsumiert und ist f\u00fcr viele Menschen ein fester Bestandteil ihres Alltags. Da es sich bei Red Bull um eine \u00f6sterreichische Marke handelt, wird allgemein angenommen, auch der Energydrink h\u00e4tte dort seinen Ursprung. Die Originalrezeptur geht allerdings auf Chaleo Yoovidha<\/a> zur\u00fcck, einen Thail\u00e4nder. Er nannte sein Produkt \u201eKrating Daeng\u201c, was \u00fcbersetzt so viel bedeutet wie \u201eRoter Stier\u201c, also im Englischen Red Bull. Im Gegensatz zu seinem westlichen Pendant wird Krating Daeng jedoch ohne Kohlens\u00e4ure produziert.<\/p>\n\n\n\n

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Auf den ersten Blick sind die beiden Marken kaum auseinanderzuhalten, zumal beide das gleiche Logo und den gleichen Namen verwenden. Der einzige Unterschied liegt in der Verpackung. W\u00e4hrend Red Bull f\u00fcr gew\u00f6hnlich in gro\u00dfe, schmale Dosen<\/a> abgef\u00fcllt wird, ist Krating Daeng in kleineren und breitere Dosen oder kleinen Glasflaschen erh\u00e4ltlich. Krating Daeng wird von der TCP Group in Thailand produziert und vertrieben. <\/p>\n\n\n\n

\u201eKrating Daeng beziehungsweise Red Bull\nist eine weltbekannte Marke. Es ist au\u00dferdem die einzige Energydrink-Marke aus\nThailand, die nicht nur mit einem Anteil von rund 40 Prozent die\nNummer 1 in S\u00fcdostasien ist, sondern auch in jedem Land, in dem sie\nvertreten ist, unter den Top-3-Marken zu finden ist. Krating Daeng ist zudem\nein Vorreiter im Bereich der Energydrinks und kann auf eine 40-j\u00e4hrige\nErfolgsgeschichte zur\u00fcckblicken.\u201c erkl\u00e4rt Supachai Junkeiat, Global Marketing\nDivision Director der TCP Group<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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\"energy
\u00a9 TCP Group<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Dieser Artikel ist powered by Verlag W. Sachon<\/a>.<\/p>\n