{"id":7600,"date":"2020-08-25T13:17:48","date_gmt":"2020-08-25T11:17:48","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=7600"},"modified":"2021-02-24T14:59:28","modified_gmt":"2021-02-24T13:59:28","slug":"wassermanagement-recycling-und-aufbereitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/branchenuebergreifend\/wassermanagement-recycling-und-aufbereitung\/","title":{"rendered":"Wassermanagement: Recycling und Aufbereitung"},"content":{"rendered":"\n
Wasser ist weltweit Mangelware: Das Wasserangebot sinkt bei\nzugleich steigender Nachfrage. Moderne Wasseraufbereitungsarten und nachhaltiges\nWassermanagement gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung und fordern neue L\u00f6sungsans\u00e4tze\nvon der Getr\u00e4nkeindustrie. Membranverfahren und intelligente\nRecyclingstrategien sind hier besonders wichtig. <\/strong><\/p>\n\n\n\n Der weltweite Wasserverbrauch steigt massiv an \u2013 und das seit Jahren. Laut den Vereinten Nationen (UN) ist der Wasserverbrauch heute sechsmal so hoch wie noch vor 100 Jahren, gleichzeitig herrscht in vielen L\u00e4ndern dieser Erde akuter Wassermangel<\/a>. Das wirkt sich auch auf die Getr\u00e4nkeindustrie aus. Mit modernen Wasseraufbereitungsarten<\/a> und einem intelligenten Wassermanagement entwickeln Hersteller neue Methoden, beispielsweise indem sie Grundwasser aufbereiten. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Doch\ndas bringt viele Herausforderungen mit sich: F\u00fcr Tafel-, Brau-, Ausmisch- und\nVerd\u00fcnnungsw\u00e4sser werden immer h\u00e4ufiger r\u00fcckstandsfreie W\u00e4sser gefordert. Keine\nunerw\u00fcnschte Substanz darf mit der modernen Analytik nachweisbar sein,\nunabh\u00e4ngig davon, aus welcher Quelle das Wasser stammt. Eine immense\nHerausforderung in Zeiten, in denen selbst das Grundwasser beispielsweise mit\nArzneimittelr\u00fcckst\u00e4nden sowie Herbiziden wie Atrazin und dem Dauerbrenner\nNitrat angereichert sein kann. Hinzu kommen immer neue oder strengere\nGrenzwerte, wie zum Beispiel f\u00fcr Uran, Bromat oder perfluorierte Verbindungen. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n Mit\neiner Brennstoffzelle zur Abwasserreinigung hat die Arbeitsgruppe\nWassertechnologie (AGW) am Lehrstuhl f\u00fcr Lebensmittelchemie und Molekulare\nSensorik der TUM in Freising einen v\u00f6llig neuen Ansatz zur Wasseraufbereitung\nvorgestellt. Die \u201eBrew-Cell\u201c erm\u00f6glicht es, das Abwasser zu reinigen und\ngleichzeitig Elektrizit\u00e4t zu erzeugen. Im Herbst 2019 ging die erste\nPilotanlage in einer gro\u00dfen deutschen Brauerei in Betrieb.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Technologisch\nerreicht wird die Forderung \u201er\u00fcckstandsfrei\u201c heute zunehmend mit Membrantrennung\nmittels Ultra- oder Nanofiltration sowie der Umkehrosmose. Damit werden zuerst\nalle Inhaltsstoffe aus dem Rohwasser nahezu quantitativ abgetrennt und anschlie\u00dfend\ndie gew\u00fcnschte Qualit\u00e4t mit Reinstsalzen oder durch Wasserverschnitt gem\u00e4\u00df\ntechnologischen oder konzerninternen Vorgaben eingestellt. <\/p>\n\n\n\n Modernes Wassermanagement<\/a> bedeutet nicht nur, gen\u00fcgend Frischwasser aufzubereiten. Es bedeutet genauso, die Ressource aus den anfallenden Abwasserstr\u00f6men abzutrennen und wieder in den Kreislauf zur\u00fcckzuf\u00fchren. Intelligente Recyclingstrategien werden daher noch wichtiger. Beim Wasserrecycling<\/a> sind prinzipiell zwei Wege m\u00f6glich: Beim ersten werden die W\u00e4sser pH- oder verschmutzungsabh\u00e4ngig gesammelt und in vergleichbaren Einsatzgebieten erneut genutzt. Der zweite Weg beim Wasserrecycling ist die sogenannte \u201eEnd of pipe\u201c-L\u00f6sung. Alle Abw\u00e4sser werden zentral erfasst und anaerob aufgereinigt. Das dabei entstehende Biogas kann etwa 20 bis 30 Prozent des Energiebedarfs einer Brauerei regenerativ decken. Denkbar w\u00e4re auch eine nachgeschaltete Zero-Liquide-Discharge-Stufe, mit der insgesamt etwa 95 Prozent des Abwassers in den Betrieb zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n Theoretisch lie\u00dfe sich selbst das in der Zero-Liquide-Discharge-Stufe gewonnene letzte Volumen bis zur Prozesswasserqualit\u00e4t aufbereiten. Im g\u00e4ngigen Brauereibetrieb k\u00f6nnte es beispielsweise auch als gereinigtes Brauchwasser einen Teil der eingesetzten Trinkwassermenge ersetzen. Hierbei bedarf es, wie bei der Regenwassernutzung im Haushalt, eines eigenen Brauchwassernetzes. Bei einem Neubau besteht sicherlich mehr Spielraum als in einem Bestandsgeb\u00e4ude. Und eine generelle Zielproblematik bleibt bestehen: Erh\u00f6ht sich die H\u00e4ufigkeit der Wassernutzung, steigt zwangsl\u00e4ufig auch der Stromverbrauch zur Aufbereitung und dem Transport. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Die Weltleitmesse drinktec macht die Ressource Wasser zu einem ihrer Leitthemen und richtet ihr Augenmerk auf Wassermangel, Wasserverbrauch sowie nachhaltiges Wassermanagement. Auf der drinktec 2021 k\u00f6nnen Sie die neuesten Forschungsergebnisse und Ans\u00e4tze f\u00fcr Wassermanagement hautnah erleben. Auch alle anderen relevanten Facetten der Ressource Wasser werden der internationalen Brau-, Getr\u00e4nke- und Liquid-Food-Industrie vom 12. bis 16. September 2022 auf der Weltleitmesse drinktec aus erster Hand vorgestellt. Sie m\u00f6chten Ihre Innovation ebenfalls pr\u00e4sentieren? Dann seien Sie auf der n\u00e4chsten drinktec mit dabei.<\/a> <\/p>\n
Zunehmende\nForderung nach r\u00fcckstandsfreien W\u00e4ssern: intelligentes Wassermanagement\nnotwendig<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
Wasserrecycling\nals wichtiger Bestandteil von Wassermanagement<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
