{"id":7218,"date":"2020-06-02T16:53:36","date_gmt":"2020-06-02T14:53:36","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=7218"},"modified":"2020-06-18T16:03:06","modified_gmt":"2020-06-18T14:03:06","slug":"innovative-verpackung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/milch_und_liquid_food\/innovative-verpackung\/","title":{"rendered":"Wettbewerbsvorteile durch innovative Verpackungstechnologien"},"content":{"rendered":"\n
Die automatisierte Produktion durch den Einsatz von Robotern wird vor allem mit der Automobilbranche assoziiert. Heute dringen moderne Technologien in immer mehr Branchen vor, wie auch in die Lebensmittel- und Konsumg\u00fcterindustrie. Der Lebensmittelsektor verzeichnet dabei im Vergleich zum Vorjahr mit rund 32 Prozent neu installierten Robotern<\/a> im Jahr 2018 eine der st\u00e4rksten Wachstumsraten. Das Beispiel Danone aus der Milchindustrie zeigt, wie moderne Robotik bei der innovativen Top-Cup-Verpackung f\u00fcr Joghurt erfolgreich genutzt wird.<\/strong><\/p>\n\n\n\n Joghurt \u201enur\u201c mit Frucht holt Verbraucher kaum noch hinter dem Ofen hervor. Tats\u00e4chlich ist der Markt f\u00fcr Fruchtjoghurt in Deutschland seit Jahren r\u00fcckl\u00e4ufig. Von 2011 bis 2018 bewegte sich der Pro-Kopf-Verbrauch fermentierter Milchprodukte um ein ganzes Kilogramm auf 29,9 kg pro Jahr zur\u00fcck, berichtet die ZMB (Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle, Berlin) in ihrem Jahrbuch Milch 2019. In Zusammenhang damit steht der entsprechend ebenfalls r\u00fcckl\u00e4ufige Rohstoffeinsatz, der im angegebenen Zeitraum um 9,2 Prozent auf etwas \u00fcber eine Million Tonnen sank. Dieser Verlust des Absatzvolumens von circa 100 Millionen Kilogramm Milch entsprechen der j\u00e4hrlichen Verarbeitungsmenge einer kleineren Molkerei \u2013 was die direkten Auswirkungen auf die Milchindustrie verdeutlicht.<\/p>\n\n\n\n Es ist also kein Wunder, dass die Joghurthersteller sich alle M\u00fche geben, \u00fcber Produktinnovationen Marktanteile zu erhalten oder gar zu steigern. Diese Neuerungen der Produkte gelingen oft nur durch kreative Anpassungen oder Neuerfindungen der Verpackung<\/a>, wie folgendes Beispiel zeigt: Beim Konzept des erweiterten St\u00fclpdeckels, dem sogenannten Top Cup, wird eine separat versiegelte und in der Regel transparente Kunststoffverpackung oben auf dem Becher platziert. Sie enth\u00e4lt beispielsweise Cerealien, Schokoballs, Smarties oder andere bunte und meist s\u00fc\u00dfe Kreationen, die der Verbraucher vor dem Verzehr in die Joghurtgrundmasse im Hauptbecher einr\u00fchrt. Meist beziehen Molkereien diese Top Cups von spezialisierten Zulieferern, die derartige Beigaben im gro\u00dfen Stil und daher kosteng\u00fcnstiger produzieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Allerdings bildet das Applizieren der Top Cups zuweilen technische Probleme. Die edlen St\u00fclpdeckel von Hand aufzusetzen erlauben sich meist nur kleine Molkereien, die eine Manufaktur-Philosophie leben und nach au\u00dfen tragen. Im gro\u00dfen Stil m\u00fcssen f\u00fcr Top Cups hingegen spezielle Applikatoren eingesetzt werden. Beim Aufsetzen der Top Cups kommt es auf h\u00f6chste Pr\u00e4zision und immer mehr auch auf Schnelligkeit an. Eine solche L\u00f6sung f\u00fcr die innovative Verpackung hat vor Kurzem die Schweizer Firma St\u00e4ubli f\u00fcr Danone kreiert. Ein \u201eultraflinker\u201c St\u00e4ubli FAST Picker bringt eine kleine vorfabrizierte Verpackung mit dem gew\u00fcnschten Topping und inklusive Plastikl\u00f6ffel maschinell auf die Oberseite des Joghurtbechers auf. Der Clou beim FAST-Picker ist ein vierachsiges kinematisches Design, das bisher unerreichte Geschwindigkeiten von 237 Pick-and-Place-Zyklen pro Minute erreicht und damit einen neuen Rekord aufstellt. Und dies, obwohl der Roboter mit lebensmitteltauglichem NSF H1-Schmierstoff der Klasse NSF H1 betrieben wird. Der FAST-Picker ist so schnell, dass er gleich zwei Deltaroboter ersetzen kann.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr Danone bietet diese innovative Verpackungstechnologie mehrere Vorteile: Grundlegend verringert sich der Platzbedarf, da f\u00fcr das Zelldesign nur ein Roboter ben\u00f6tigt wird. Au\u00dferdem f\u00fchrt die Technologie zu einer Effizienzsteigerung<\/a>, indem die Produktion deutlich erh\u00f6ht wird, sich St\u00fcckkosten reduzieren und eine neue Qualit\u00e4t der Verpackungen erreicht wird. Damit l\u00e4sst sich folgern, dass sich der franz\u00f6sische Konzern mit modernster Roboter-Technologie f\u00fcr seinen Verpackungen einen Vorsprung gegen\u00fcber anderen Wettbewerbern verschaffen konnte.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n Neue Technologien beschr\u00e4nken sich nicht nur auf Verpackungsarten, sondern auch auf deren Material. Deshalb arbeiten Wissenschaftler an neuen und biologisch abbaubaren Verpackungsmaterialien aus Naturstoffen. Dazu z\u00e4hlt Casein, das Protein der Milch<\/a> sowie Pilze, Disteln und sogar die Schalen von Krabben, die f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliches Verpackungsmaterial verwendet werden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Die Erfindung des Doppelkammerbechers durch die Molkerei M\u00fcller<\/a> liegt bereits viele Jahre zur\u00fcck. Mit der damals innovativen Verpackungsvariante l\u00e4sst sich eine quasi unbegrenzte Anzahl an Produkt-Sorten an den Verbraucher bringen, um auf individuelle Interessen einzugehen und den Wunsch nach Abwechslung abzudecken. Kleiner Vorteil f\u00fcr die Hersteller: Sie m\u00fcssen nur eine Grundmasse an Joghurt zubereiten, die sie dann in durchaus gro\u00dfen Chargen in die gr\u00f6\u00dfere Verpackungs-Kammer f\u00fcllen, w\u00e4hrend die in der kleinen Kammer beigef\u00fcgte Fruchtzubereitung f\u00fcr die Vielfalt sorgt. Das Konzept Doppelkammerbecher des \u201eJoghurt mit der Ecke<\/a>\u201c ist bei vielen Joghurtherstellen im In- und Ausland zum Standard geworden und wird inzwischen beim Verbraucher als wenig aufregend empfunden. <\/p>\n\n\n\n Wer sich einen \u00dcberblick \u00fcber den aktuellen Stand der Verpackungstechnologien im Getr\u00e4nke- und Lebensmittelbereich verschaffen m\u00f6chte, kann sich bei der drinktec auf der Messe M\u00fcnchen vom 4. bis 8. Oktober 2021 informieren. Sie suchen noch einer Plattform, um Ihre Innovation in diesem Bereich vorzustellen? Dann seien Sie auf der n\u00e4chsten drinktec vom 13. bis 17. September 2021 mit dabei<\/a>.<\/p>\nInnovative Verpackungstechnologie mit dem Top Cup<\/h2>\n\n\n\n

Applikation in Rekordgeschwindigkeit<\/h2>\n\n\n\n
Vielfalt \u201emit der Ecke\u201c<\/h2>\n\n\n\n