{"id":6798,"date":"2020-01-29T17:15:55","date_gmt":"2020-01-29T16:15:55","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=6798"},"modified":"2020-01-31T09:46:48","modified_gmt":"2020-01-31T08:46:48","slug":"ausbildung-zum-milchtechnologen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/milch_und_liquid_food\/ausbildung-zum-milchtechnologen\/","title":{"rendered":"Ausbildung zum Milchtechnologen: K\u00fcnftige Anforderungen in der Milchwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n

Europa- und teilweise auch weltweit suchen Molkereien und K\u00e4sereien h\u00e4nderingend nach Auszubildenden Milchtechnologen und bereits qualifiziertem Fachpersonal f\u00fcr leitende T\u00e4tigkeiten. <\/strong><\/p>\n\n\n\n

Gerne werden Fachleute auch aus anderen L\u00e4ndern besch\u00e4ftigt, die ganz neue Betrachtungsweisen f\u00fcr die Milchverarbeitung mitbringen und m\u00f6glicherweise auch einen etwas anderen beruflichen Werdegang als die klassischen Milchtechnologen in Deutschland, \u00d6sterreich oder der Schweiz haben.<\/p>\n\n\n\n

Zu wenig Transparenz<\/h2>\n\n\n\n

Leider herrscht bisher sehr wenig Transparenz dar\u00fcber, was genau die Lerninhalte einer Ausbildung zum Milchtechnologen sind, die zum Beispiel ein Kandidat aus Frankreich oder D\u00e4nemark absolviert hat. Daher l\u00e4sst es sich vorab schwer beurteilen, wie und wo die Fachkraft in einer Molkerei eingesetzt werden kann. Dies \u00e4ndert sich nun, denn die Organisation AEDIL (Association for European Dairy Industry Learning)<\/a> hat sich dieses Problems angenommen und im Rahmen des von der EU gef\u00f6rderten Erasmus+ Projekts „Mapping Skills Needs and Supply in the Dairy Sector<\/a>“ nicht nur einen Vergleich der Kenntnisse der Molkeristen quer durch Europa gezogen, sondern auch wichtige fachliche Qualifikationen ermittelt, die f\u00fcr eine Ausbildung zum Milchtechnologen zuk\u00fcnftig bedeutsam werden.<\/p>\n\n\n\n

Gr\u00fcne und digitale F\u00e4higkeiten sind gefragt<\/h2>\n\n\n\n

Im Mittelpunkt stehen nat\u00fcrlich immer die fachlichen Kenntnisse, die von der Rohstoffkunde \u00fcber Hygiene, Mikrobiologie, Prozesstechnik bis hin zur Verpackung<\/a> und einigem mehr reichen m\u00fcssen. In einer zunehmend automatisierten Betriebsumwelt reichen aber diese \u2013 gewiss sehr umfangreichen Voraussetzungen \u2013 bei weitem nicht aus. Umschrieben mit \u201eGr\u00fcne F\u00e4higkeiten\u201c hat AEDIL als weitere wichtige Elemente des Molkereifachberufs der Zukunft auch Kenntnisse zu Digitalisierung<\/a> und Nachhaltigkeit identifiziert. <\/p>\n\n\n\n

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Digitale Kompetenzen haben bei den Anforderungen an die Qualifikation der Arbeitnehmer durch die Milchwirtschaft einen sehr hohen Stellenwert. Dazu geh\u00f6rt die F\u00e4higkeit, die Grundlagen der Automatisierung zu verstehen und betriebswirtschaftliche Software einzusetzen. Pilotanlagen in Molkereischulen sollten auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, um die Sch\u00fcler mit der bestehenden Technologie vertraut zu machen, empfiehlt die Organisation. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Laut Gesch\u00e4ftsbericht 2018\/19 des Milchindustrie-Verband e.V. (MIV) ist Europa mit 167 Millionen Tonnen der gr\u00f6\u00dfte Milcherzeuger der Welt. Dahinter folgen die USA mit 99 und China mit 30 Millionen Tonnen. Die Milchindustrie ist mit rund 26 Milliarden Euro Jahresumsatz der gr\u00f6\u00dfte Bereich der deutschen Ern\u00e4hrungsbranche.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

Hinsichtlich gr\u00fcner F\u00e4higkeiten m\u00fcssen die k\u00fcnftigen Milchtechnologen in der Lage sein, die mit der Milchverarbeitung verbundenen Risiken einzusch\u00e4tzen, sie m\u00fcssen einen Einblick in die Wiederverwendung von Energie<\/a> und Ressourcen haben und damit Gesch\u00e4ftsstrategien auch unter einem nachhaltigen Blickwinkel verstehen.<\/p>\n\n\n\n

Weiterbildung f\u00fcr Milchtechnologen<\/h2>\n\n\n\n
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\"Milchflaschen
\u00a9 unsplash \/ User: Mehrshad Rajabi<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n
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Kenntnisse und F\u00e4higkeiten sollten im Laufe des Berufslebens eines Milchtechnologen st\u00e4ndig weiterentwickelt werden, sowohl qualitativ als auch in Bezug auf ihren Umfang: Dem dienen nicht nur die verschiedenen Fachseminare, die die Tr\u00e4gerorganisationen des AEDIL, zum Beispiel in Deutschland der Zentralverband Deutscher Milchwirtschaftler (ZDM), ausarbeiten und anbieten. Auch die Zuliefer- und Ausr\u00fcstungsindustrie f\u00fcr Molkereien ist aufgerufen, sich in der Vermittlung von Kenntnissen f\u00fcr die Ausbildung von Milchtechnologen zu engagieren \u2013 denn wer soll in den Betrieben die immer komplexer werdende Technik beherrschen, wenn er nicht fundiert ausgebildet wurde? <\/p>\n\n\n\n

Eine weitere Gelegenheit zum Erwerb neuer Kenntnisse sind Fachmessen wie die drinktec  \u2013 die Weltleitmesse f\u00fcr die Getr\u00e4nke- und Liquid-Food-Industrie. Auf der kommenden Veranstaltung vom 13. bis 17. September 2021 in M\u00fcnchen findet wieder ein \u201eMilchtag<\/a>\u201c statt, an dem Themen rund um die industrielle Milchverarbeitung im Fokus stehen. Sie suchen noch einer Plattform, um Ihre Innovationen der Milchtechnologie vorzustellen? Dann seien Sie auf der n\u00e4chsten drinktec mit dabei<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n