{"id":6606,"date":"2019-12-18T13:50:49","date_gmt":"2019-12-18T12:50:49","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=6606"},"modified":"2019-12-18T14:10:13","modified_gmt":"2019-12-18T13:10:13","slug":"nachhaltige-verpackungen-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/branchenuebergreifend\/nachhaltige-verpackungen-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Verpackungen der Zukunft"},"content":{"rendered":"\n
Nachhaltige Verpackungen im Trend: Neue EU-Plastik-Richtlinien sowie die weltweite Diskussion \u00fcber den Klimawandel und die Verm\u00fcllung der Weltmeere sorgen daf\u00fcr, dass auch Getr\u00e4nke- und Getr\u00e4nkeverpackungs-Hersteller innovative Konzepte entwickeln und in Sachen Recycling ihre Forschungen weiter vorantreiben. <\/strong><\/p>\n\n\n\n Vor wenigen Wochen stellte die Carlsberg Gruppe zwei neue Flaschen-Prototypen vor. Unter dem Namen \u201eGreen Fibre Bottle\u201c<\/a> wurden die ersten Bierflaschen aus Papier pr\u00e4sentiert. Beide aus nachhaltig gewonnenen Holzfasern, die zu 100 Prozent biobasiert und vollst\u00e4ndig recycelbar sind. Damit in die Flaschen \u00fcberhaupt Bier gef\u00fcllt werden kann, haben sie noch eine innere Barriereschicht aus Polymerfolie. Carlsberg sucht jedoch eine L\u00f6sung f\u00fcr eine zu 100 Prozent biobasierte Flasche ohne Polymere. <\/p>\n\n\n\n \u201eWir setzen weiterhin Innovationen in allen unseren Verpackungsformaten um und freuen uns \u00fcber die Fortschritte, die wir bisher erzielt haben\u201c, sagt Myriam Shingleton, Vice President Group Development bei der Carlsberg Group. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n Obwohl das Ziel noch nicht ganz erreicht sei, seien die beiden Prototypen ein wichtiger Schritt zur Marktreife. Innovationen brauchten Zeit und Carlsberg werde weiterhin mit f\u00fchrenden Experten zusammenarbeiten, um die verbleibenden technischen Herausforderungen zu meistern, erkl\u00e4rt Shingleton. Carlsberg startete das Projekt, bei dem auch andere namhafte Hersteller wie beispielsweise Coca-Cola mit an Bord sind, bereits im Jahr 2015. <\/p>\n\n\n\n In Sachen Verpackung<\/a> hat Coca-Cola au\u00dferdem l\u00e4ngst eigene Forschungsprojekte ins Leben gerufen. Vor kurzem stellte das Unternehmen eine erste Musterflasche vor, die aus Meeres-Plastikm\u00fcll hergestellt wurde. Diese Innovation beweise, dass eines Tages sogar die Plastikabf\u00e4lle aus dem Meer wieder f\u00fcr Lebensmittel und Getr\u00e4nke verwertet werden k\u00f6nnten, hei\u00dft es. Es seien knapp 300 Musterflaschen hergestellt worden, bei denen 25 Prozent wiederverwertetes Meeresplastik eingesetzt wurde. Das Material daf\u00fcr stamme aus dem Mittelmeer und von Mittelmeerstr\u00e4nden in Spanien und Portugal. Die Musterflaschen seien entwickelt worden, um das Potenzial verbesserter Recycling-Technologien deutlich zu machen, so das Unternehmen. Diese innovativen Verfahren erm\u00f6glichten, gebrauchtes Plastik jeglicher Qualit\u00e4t wieder zur\u00fcck in hochwertiges Plastik zu verwandeln. <\/p>\n\n\n\n Um die Technik zum Recycling von PET-Flaschen und Kunststoffabf\u00e4llen nachhaltig zu verbessern, haben sich die Krones AG und die Stadler Anlagenbau GmbH zu einer Kooperationspartnerschaft zusammengeschlossen. Durch den Zusammenschluss erwarten sich die Unternehmen einen signifikanten Schub f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft. \u201eWir m\u00f6chten unsere Kunden mit der h\u00f6chsten Qualit\u00e4t beim Material-Output versorgen, die in der Branche zu finden ist\u201c, erkl\u00e4rt Willi Stadler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stadler Anlagenbau GmbH. Christian Fisch, der als Head of Plants auf Seiten der Krones AG die Kooperation verantwortet, erg\u00e4nzt: \u201eDie Zusammenarbeit erlaubt es uns, Schnittstellen zu reduzieren und zu verbessern. <\/p>\n\n\n\n Wie wichtig Verbraucher nachhaltige Verpackungen finden, unterstreicht die europaweite Studie, die der europ\u00e4ische Verband Pro Carton in Auftrag gegeben hat. Die Studie zeigt, dass die Umweltbelastung durch Verpackungen die Kaufentscheidungen von 75 Prozent der Befragten beeinflusst. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n Dadurch treiben wir nicht nur unsere Technologie und Verfahrensweisen voran \u2013 wir werden auch nochmal deutlich schneller bei der Abwicklung konkreter Kundenprojekte.\u201c Zum einen sollen k\u00fcnftig bereits bestehende und vielfach erprobte L\u00f6sungen im Bereich der Sortier- und Recycling-Technik als schl\u00fcsselfertige Gesamtfabriken aus einem Guss angeboten werden. Zum anderen sollen gemeinsam neue L\u00f6sungen entwickelt werden. <\/p>\n\n\n\n <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Eine neue Technologie f\u00fcr weniger Plastikm\u00fcll stellte vor wenigen Wochen auch der Dortmunder Systemanbieter KHS vor. Das Unternehmen hat erstmals eine komplett recyclingf\u00e4hige Saftflasche aus 100 Prozent Rezyklat entwickelt, die dank einer speziellen Barrierel\u00f6sung einen einzigartigen Produkt- und Frischeschutz verspricht. \u201eAuch im Hinblick auf die aktuelle Plastikdiskussion werden umweltschonende praxistaugliche L\u00f6sungen immer wichtiger\u201c, sagt Philipp Langhammer, Produktmanager Barrieretechnologie bei KHS Corpoplast. Gefordert sei eine ganzheitliche und nachhaltige Verpackung f\u00fcr die gesamte Bandbreite an sensitiven Getr\u00e4nken. \u201eBei der Entwicklung der Flasche haben wir deshalb alles dem Credo Umweltschutz, Recyclingf\u00e4higkeit und h\u00f6chstem Produktschutz untergeordnet\u201c, so Langhammer. <\/p>\n\n\n\n Das neue Flaschenkonzept sei f\u00fcr die Weiterverarbeitung als folienfreies Gebinde entwickelt worden. Leicht l\u00f6sbare, aber verbundsichere Klebepunkte halten die Flaschen zusammen. Mit dem System von KHS seien die sonst \u00fcblichen Folien zum Zusammenhalt der PET-Flaschen beispielsweise bei Sixpacks \u00fcberfl\u00fcssig, hei\u00dft es. Auch dieser Klebstoff wird laut Unternehmen im Recyclingprozess problemlos entfernt. \u201eDurch den Wegfall der umschlie\u00dfenden Folie tragen wir zu einer weiteren Reduzierung dieses Verpackungsm\u00fclls um bis zu 90 Prozent bei\u201c, sagt Langhammer. \u201eMit unserer Flasche k\u00f6nnten bei einer j\u00e4hrlichen Produktionsmenge von 50 Millionen Flaschen mehr als 1.500 Tonnen Rohstoff in Form von neuem PET eingespart werden\u201c, sagt Langhammer. <\/p>\n\n\n\n Die Beispiele zeigen, wie der politische und gesellschaftliche Druck die Forschung vorantreiben. Tatsache ist: Die aktuell verabschiedete EU-Richtlinie muss innerhalb von zwei Jahren in den EU-Staaten in nationales Recht umgesetzt werden. Dann wird es ein Vermarktungsverbot f\u00fcr bestimmte Einweg-Kunststoffprodukte geben, Einweg-Getr\u00e4nkeverpackungen m\u00fcssen bis 2023 zu mindestens 30 Prozent aus recycelten Kunststoffen bestehen und die Verschl\u00fcsse von Einwegflaschen aus Kunststoff m\u00fcssen sp\u00e4testens ab 2025 fest mit der Flasche verbunden sein. Hierf\u00fcr werden in den n\u00e4chsten Jahren noch einige Innovationen n\u00f6tig sein. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Verpackungshersteller arbeiten bereits auf Hochtouren an marktreifen L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n Einige davon werden bereits auf der Weltleitmesse drinktec zu sehen sein. Dort pr\u00e4sentieren Aussteller aus aller Welt ihre Neuheiten. Wenn Sie auch mit dabei sein m\u00f6chten, dann melden Sie sich an<\/a>. Die n\u00e4chste drinktec findet vom 13. bis 17. September 2021 auf dem Messegel\u00e4nde in M\u00fcnchen statt. Falls 2021 f\u00fcr Sie noch zu weit in der Zukunft liegt, informieren Sie sich gerne in der Zwischenzeit auf der LOPEC \u00fcber neuesten Trend der Verpackungen<\/a>. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n
Meeres-Plastikm\u00fcll wird zu neuen Flaschen<\/h2>\n\n\n\n
Recyclingtechnik nachhaltig verbessern<\/h2>\n\n\n\n
Nachhaltige Verpackung: Saftflasche aus 100 Prozent Rezyklat<\/h2>\n\n\n\n
Politischer Druck steigt<\/h2>\n\n\n\n
