{"id":6534,"date":"2019-12-06T10:14:19","date_gmt":"2019-12-06T09:14:19","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=6534"},"modified":"2022-04-13T10:26:22","modified_gmt":"2022-04-13T08:26:22","slug":"auf-dem-weg-zur-klimaneutralen-produktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/milch_und_liquid_food\/auf-dem-weg-zur-klimaneutralen-produktion\/","title":{"rendered":"Auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion"},"content":{"rendered":"\n

Zahlreiche\nUnternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen haben sich l\u00e4ngst auf den Weg\nhin zur Klimaneutralit\u00e4t gemacht. Erste Betriebe aus der Lebensmittel- und\nMilchindustrie sowie aus dem Zuliefersektor stehen bereits unter dem Zeichen\nder Klimaneutralit\u00e4t. Das gilt nicht nur f\u00fcr Firmen der westlichen Welt \u2013 nein\nauch in Asien, S\u00fcdamerika oder Afrika wird das Thema intensiv diskutiert. Dort\nm\u00fcssen neu konzipierte Betriebe allerdings nicht ein \u201cChaos\u201c aus \u00fcber\nJahrzehnte hin angesammelter Technik und Energiekonzepten entwirren und\nmodernisieren, sie springen quasi sofort an die Spitze dessen, was heute als\nStandard in Sachen Energieeffizienz gilt. <\/p>\n\n\n\n

Klimaneutrale Produktion: Hochland goes Zero<\/h2>\n\n\n\n

Nat\u00fcrlich wird dieser Standard in den Industriel\u00e4ndern ganz unterschiedlich interpretiert. Der neuseel\u00e4ndische Milchriese Fonterra stellt beispielsweise erst jetzt \u00e4ltere Molkereien von der Kohleverfeuerung auf moderne Brennstoffe um. Andere Unternehmen wie zum Beispiel die deutsche Vorzeigek\u00e4serei Hochland haben einige ihrer Produktionsst\u00e4tten bereits f\u00fcr klimaneutral erkl\u00e4rt. Bei Hochland sind dies die Werke in Schongau, Heimenkirch sowie im franz\u00f6sischen Dieue-sur-Meuse. Seine Emissionen von 35.000 Tonnen CO2<\/sub> [Stand 2018<\/a>] kompensiert Hochland im Rahmen des Programms \u201eZNU goes Zero\u201c vollst\u00e4ndig. Dies erfolgt durch Ma\u00dfnahmen in den Werken, wie etwa Photovoltaikinstallationen oder den Bezug von 100 Prozent \u00d6kostrom aus Wasserkraft. Den Rest machen Baumpflanzungen auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan oder die F\u00f6rderung erneuerbarer Energien \u00fcber entsprechende Zertifikate.<\/p>\n\n\n\n

Erfolgreiche Klimaneutralit\u00e4t: Palsgaard is Zero<\/h2>\n\n\n\n
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Ebenso ehrgeizig ist der d\u00e4nische Hersteller von Emulgatoren und Stabilisatoren Palsgaard. Er hat sein Ziel f\u00fcr CO2<\/sub>-Freiheit bereits im Jahr 2010 gefasst, nachdem der damalige Inhaber Herbert Schou auf einer Reise nach Gr\u00f6nland die Auswirkungen des Temperaturwandels mit eigenen Augen erfasst hatte. Palsgaard sollte bis 2020 klimaneutral werden, tats\u00e4chlich hat das Unternehmen es ein wenig fr\u00fcher geschafft, die Standorte Juelsminde in D\u00e4nemark und Zierikzee in den Niederlanden klimaneutral zu betreiben. <\/p>\n\n\n\n

Den Start machte 2005 die Abl\u00f6sung der Schwer\u00f6lverfeuerung durch Nawaro: Palsgaard bewirtschaftet nebenbei 800 Hektar Land in D\u00e4nemark und erkannte in der Verbrennung von Stroh von den eigenen Feldern eine elegante M\u00f6glichkeit, umweltfreundlich Hei\u00dfwasser zu erzeugen. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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\"Der
\u00a9 Palsgaard \/ Der d\u00e4nische Hersteller von Emulgatoren und Stabilisatoren Palsgaard \u2013 im Bild das Hauptwerk in Juelsminde \u2013 arbeitet seit diesem Jahr CO2-neutral<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

Sp\u00e4ter kamen Biogas als Energietr\u00e4ger sowie gr\u00fcner Strom aus skandinavischer Wasserkraft hinzu. Heute deckt Palsgaard zwei Drittel seines Energiebedarfs klimaneutral ab, der Rest wird kompensiert, unter anderem \u00fcber den Betrieb von Windkraftanlagen in S\u00fcdostasien und Bioenergiezertifikate. <\/p>\n\n\n\n

Vorteile von Klimaneutralit\u00e4t sind gegeben<\/h2>\n\n\n\n

Was haben Unternehmen davon, dass sie klimaneutral wirtschaften? Eine ganze Menge wohl, denn sonst w\u00fcrden sie es nicht tun. Zu nennen ist zuerst einmal, dass der Ressourcenverbrauch sehr viel bewusster<\/a> und (insbesondere auch im Geldwert) sparsamer erfolgt. Hinzu kommt der Imagegewinn, der aus der Pionierrolle \u201eklimaneutral\u201c erw\u00e4chst. Bewusste Verbraucher werden im Zweifelsfall wohl eher zu Produkten greifen, von denen sie wissen, dass die Herstellung verantwortungsvoll erfolgt. Dies funktioniert auch im B2B-Bereich. Laut Palsgaard fragen die Kunden inzwischen vor dem Hintergrund, dass \u201aKlima\u2018 zu einem alles beherrschenden Thema wurde, zunehmend nach nachhaltigen Zutaten.<\/p>\n\n\n\n

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Ganz klar ist der Weg hin zu einer klimaneutralen Produktion lang und kompliziert. Speziell die innerbetrieblichen Umstellungen und Modernisierungen k\u00f6nnen komplex und teuer werden. Die Klimaneutralit\u00e4t ergibt sich aus der Summe vieler einzelner Schritte \u2013 sei es eine Umstellung auf LED-Beleuchtung, die Installation ausgekl\u00fcgelter W\u00e4rmeschaukeln oder auch nur Einsparungen an Energie durch einfache Isolierung w\u00e4rmef\u00fchrender Leitungen. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Ende 2018 hat die Europ\u00e4ische Kommission eine strategische, langfristige Vision f\u00fcr eine wohlhabende, moderne, wettbewerbsf\u00e4hige und klimaneutrale Wirtschaft \u2013 ein sauberer Planet f\u00fcr alle<\/a> \u2013 verabschiedet. Die Strategie zeigt auf, wie Europa auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t vorangehen kann. Ziel ist es, dass die EU bis zum Jahr 2050 Klimaneutralit\u00e4t erreicht. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

Was Betriebe der Lebensmittelindustrie alles unternehmen k\u00f6nnen, um den Weg zur klimaneutralen Produktion erfolgreich zu beschreiten, dar\u00fcber informieren Fachbl\u00e4tter, Fachveranstaltungen und nat\u00fcrlich auch Fachmessen. Die kommende drinktec (12. \u2013 16. September 2022) wird als Weltleitmesse eine F\u00fclle von Ausstellern versammeln, die ausgewiesenes Know-how in der Einsparung von Ressourcen mitbringen. Sie wollen auch dabei sein und einem internationalen Publikum ihre Ans\u00e4tze hin zur Klimaneutralit\u00e4t vorstellen? Dann melden Sie sich gleich an.<\/a><\/p>\n