{"id":6095,"date":"2019-09-10T11:51:45","date_gmt":"2019-09-10T09:51:45","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=6095"},"modified":"2019-09-10T11:51:45","modified_gmt":"2019-09-10T09:51:45","slug":"hopfenmarkt-steigende-nachfrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/bier\/hopfenmarkt-steigende-nachfrage\/","title":{"rendered":"Hopfenmarkt aktuell: Nachfrage steigt"},"content":{"rendered":"\n
Der Biermarkt wurde in den letzten\nJahren durch die Craft Beer Bewegung beeinflusst. Genuss und Geschmack\nstehen zunehmend im Fokus der Brauer. Diese weltweite Entwicklung hat auch den\nHopfenmarkt grundlegend ver\u00e4ndert. Diesseits und jenseits des Atlantiks wird an\ninnovativen geschmackspr\u00e4genden Hopfensorten geforscht. <\/strong><\/p>\n\n\n\n Die Hopfen-Anbaufl\u00e4che ist weltweit mit rund 61.500 Hektar so gro\u00df wie noch nie seit 1997. Gleichzeitig seien aber Ertr\u00e4ge und Alphawerte (Ma\u00dfzahl f\u00fcr die Bittere) leicht unterdurchschnittlich ausgefallen, sagt Stephan Barth, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter von Hopfenh\u00e4ndler Joh. Barth & Sohn<\/a>. Da stark gehopfte Biere weltweit weiter Marktanteile gewinnen, steigt die Hopfennachfrage. Der gesch\u00e4tzte Alphabedarf steigt auf bisher nicht bekannte H\u00f6hen, obwohl sich die Weltbierproduktion seit 2014 r\u00fcckl\u00e4ufig entwickelt hat. \u201eInsgesamt sehen wir den Hopfenmarkt eher als unterversorgt. Das belegen nicht zuletzt die anhaltend hohen Freihopfenpreise, sowohl bei den Aroma- als auch bei den Bittersorten\u201c, sagt Barth. <\/p>\n\n\n\n Mit einem Marktanteil von 72 Prozent an der Anbaufl\u00e4che dominieren Deutschland und die USA den Weltmarkt. 77 Prozent der Welthopfenmenge kommen aus den beiden L\u00e4ndern. 2015 l\u00f6ste die USA von der Fl\u00e4che ausgehend Deutschland als gr\u00f6\u00dfte Hopfenanbaunation der Welt ab. Seitdem bauen die USA ihre Dominanz immer weiter aus. Kein anderes Land hat auch so viele verschiedene Hopfensorten im Anbau. 87 verschiedene werden mittlerweile dort angebaut, davon allein 36 aus privaten Firmenz\u00fcchtungsprogrammen. Sieben US-Sorten geh\u00f6rten inzwischen zu den Top-Acht-Aromasorten<\/a>, die f\u00fcr geschmacksintensive, kalt gehopfte Biere nahezu unverzichtbar seien. Nummer acht in der Liste sei eine australische Sorte, erkl\u00e4rt Barth. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n \u201eWenn sich die Ernte 2019 normal entwickelt, sollte der Brauindustrie aus dieser Ernte ausreichend Bitterhopfen zur Verf\u00fcgung stehen\u201c, sagt Barth. Der Hopfenmarkt habe dennoch auch in den USA einige Probleme: Bei einigen US-Aromasorten, wie zum Beispiel Centennial und Chinook, bestehe nach wie vor ein \u00dcberangebot. Im Bereich der Bitterhopfen hingegen herrsche Versorgungsknappheit. Global gesehen fehle es nicht an Anbaufl\u00e4che von Bitterhopfen, da diese in den USA seit 2017 wieder und in Deutschland schon seit Jahren kontinuierlich ansteige. Aufgrund des Wetters fehlen jedoch dem Markt in Deutschland Erntemenge und Alphas\u00e4ure. <\/p>\n\n\n\n Tatsache ist: Die in Deutschland bewirtschaftete Anbaufl\u00e4che f\u00fcr Hopfen ist das f\u00fcnfte Jahr in Folge gestiegen auf nunmehr 20.417 Hektar. Die Anzahl der Hopfenpflanzer hat sich 2018 um elf Erzeuger auf 1.121 Betriebe reduziert. Hiervon entfallen 903 Betriebe auf das Anbaugebiet Hallertau mit einer Anbaufl\u00e4che von durchschnittlich 18,6 Hektar pro Betrieb. In den USA wird 2019 eine Gesamtfl\u00e4che von 23.205 Hektar bewirtschaftet (+ vier Prozent gegen\u00fcber Vorjahr). Weltweit werden 2019 auf etwa 61.500 Hektar Hopfen angebaut (+1.100 Hektar gegen\u00fcber Vorjahr). <\/p>\n\n\n\n Fl\u00e4chenerweiterungen gab es hierzulande insbesondere bei den Sorten mit der bisher schon gr\u00f6\u00dften Anbaufl\u00e4che, n\u00e4mlich Herkules, Perle und Hallertauer Tradition. Diese \u201eTop Drei\u201c erreichen inzwischen einen Anteil von 61 Prozent der deutschen Hopfenanbaufl\u00e4che. Die der Aromasorten stieg auf 11.222 Hektar. Einen R\u00fcckgang gab es dagegen vor allem bei den Sorten Amarillo (-94 Hektar), Saphir (-23 Hektar) und Mandarina Bavaria (-23 Hektar). <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n \u00c4hnlich wie im\nErntejahr 2017 war der Freihopfenmarkt f\u00fcr Bittersorten aufgrund der\nunterdurchschnittlichen Alphaernte in Deutschland erneut aktiv. Ungeachtet der\nErtragssituation in Deutschland und der urspr\u00fcnglich sehr hohen\nPreiserwartungen in den USA, fiel die Nachfrage nach alphareichen Freihopfen\neher gem\u00e4\u00dfigt aus.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n Laut der Barth-Haas-Group, dem weltweit gr\u00f6\u00dften Anbieter von Hopfenprodukten und Dienstleistungen rund um den Hopfen, ist der weltweite Hopfenmarkt f\u00fcr die kommende Ernte zu einem sehr hohen Anteil vorkontrahiert. Viele Sortensegmente w\u00fcrden sich durch die stetigen Anbaufl\u00e4chenausweitungen der letzten Jahre der S\u00e4ttigungsgrenze n\u00e4hern. Die Freihopfenpreise der Ernte 2018 bewegten sich bei fast allen Sorten auf sehr hohem Niveau, hei\u00dft es. Dies wirkte sich wiederum auf den Kontraktmarkt aus. Doch sowohl in Deutschland wie auch in den USA seien in den letzten Jahren Vertr\u00e4ge zu guten Konditionen mit langen Laufzeiten abgeschlossen worden. Ob sich die aktuellen Meldungen zu Ernteausf\u00e4llen auf die Preise auswirken werden, bleibt abzuwarten. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Wer sich von\nder Geschmacksvielfalt des Hopfens \u00fcberzeugen will, sollte im Rahmen der\ndrinktec 2021 zur beliebten Verkostungsfl\u00e4che kommen. Auf einer gro\u00dfen Ausstellungsfl\u00e4che\nk\u00f6nnen dort an allen Messetagen kostenfrei wechselnde Biere aus aller Welt\nprobiert werden, darunter Biere mit ganz besonderen Hopfensorten. Auch die\nWettbewerbsbiere des \u201eEuropean Beer Star\u201c k\u00f6nnen die Messebesucher probieren. Die\ndrinktec findet vom 13. bis 17. September 2021 auf dem Messegel\u00e4nde in M\u00fcnchen\nstatt.<\/p>\nDeutschland und USA dominieren den Hopfenmarkt<\/h2>\n\n\n\n

Anbaufl\u00e4che erneut gestiegen<\/h2>\n\n\n\n

Freihopfenpreise sind auf sehr hohem Niveau<\/h2>\n\n\n\n