{"id":5883,"date":"2019-08-13T11:53:14","date_gmt":"2019-08-13T09:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=5883"},"modified":"2019-08-13T11:53:15","modified_gmt":"2019-08-13T09:53:15","slug":"kundenbindung-brauereien-durch-community-building","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/bier\/kundenbindung-brauereien-durch-community-building\/","title":{"rendered":"Trend in Brauereien: Kundenbindung durch Community-Building"},"content":{"rendered":"\n

Ein neuer Trend zieht sich durch die weltweite Bierszene: Immer mehr Brauereien gr\u00fcnden eigene Communities und Fanclubs. Das Ziel ist es, die Kundenbindung zu st\u00e4rken und Bier-Enthusiasten zu lebenslangen Markenbotschaftern zu machen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n

Sinkender Bierkonsum und Verdr\u00e4ngungswettbewerb fordern von etablierten Brauereien neue Modelle der Kundenbindung. Clevere Marketingmanager setzen deshalb immer mehr auf eigene Fanclubs und Communities, um ihre Kundenbindung zu st\u00e4rken. Als Musterbeispiel gilt die schottische Kreativmarke Brewdog, die gerade eine zweite Dependance in Berlin aufbaut, um den deutschen und kontinentaleurop\u00e4ischen Markt zu erobern. Die stetig wachsende Community der Schotten z\u00e4hlt inzwischen weltweit mehr als 100.000 Mitglieder, die sich \u201ePunks for Equity\u201c<\/a> nennen. Dabei geht es eigentlich um Crowdfunding-Aktionen. Aber die \u201eTeilhaber\u201c genie\u00dfen auch zahlreiche Vorteile wie etwa Rabatte in Brewdog-Bars und im Onlineshop. Zudem erhalten sie exklusiv alle neuen Biere bevor diese in den Handel kommen sowie Einladungen zu besonderen Brauerei-Events.<\/p>\n\n\n\n

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Kundenbindung: mit vielf\u00e4ltigen Angeboten Menschen erreichen<\/h2>\n\n\n\n

Nicht nur die schottischen Brauhunde schaffen es durch solche Aktionen bei ihren Kunden ein Wir-Gef\u00fchl f\u00fcr die Marke zu entwickeln. Auch Brauereien<\/a> \u2013 vor allem in D\u00e4nemark, Deutschland oder den USA \u2013 gelingt es mit attraktiven Events, speziellen Tasting-Paketen oder Merchandise-Produkten, aus Bierliebhabern treue und loyale Kunden sowie meist lebenslange Markenbotschafter zu machen. Auch wenn die meisten Brauereien einen Mitgliedsbeitrag verlangen, erfreut sich die Community an den vielf\u00e4ltigen Club-Angeboten, die nicht selten auch individuelle Veranstaltungen wie Ballon-Fahrten, Kegel-Turniere oder Genuss-Wandertage beinhalten. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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\"Markenbildung
\u00a9 Unsplash.com \/ User: Evan Dvorkin<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

Besonders beliebt bei den Brauerei-Aposteln sind allerdings schick designte Fan-Textilien, wie T-Shirt, Pullover oder Kappen \u2013 allesamt mit dem Markenlogo des Produzenten bedruckt. Die Fan-Gemeinde wird damit zur wandelnden Werbeplattform.<\/p>\n\n\n\n

Zahlreiche Brauereien mit eigenen Fanclubs<\/h2>\n\n\n\n
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Zu den wohl erfolgreichsten und auch gr\u00f6\u00dften Fanclub-Betreibern in Deutschland geh\u00f6rt der Erdinger Br\u00e4u mit angeblich 90.000 Mitgliedern weltweit und der Paulaner Gruppe mit immerhin rund 12.000 Anh\u00e4ngern. Unweit danach folgt die Community vom Alpirsbacher Klosterbr\u00e4u mit rund 9.000 Fans, die sich allesamt \u201eSpezialisten\u201c nennen und nach eigenen Aussagen vor allem Gemeinschaftssinn und Gem\u00fctlichkeit in den Fokus r\u00fccken. Um diesen Zusammenhalt zu f\u00f6rdern, organisieren einige Brauerei-Fanclubs j\u00e4hrliche Events nur f\u00fcr Mitglieder. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Einer der wohl erfolgreichsten Bier-Fanclub-Betreiber in Deutschland ist Erdinger Br\u00e4u mit rund 90.000 Mitgliedern weltweit. Beim Blick \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg zeigt sich: internationale Gr\u00f6\u00dfe beweist der US-Brauer Rogue Brewery in Oregon. Die kostenfreie Fangemeinschaft nennt sich \u201eRogue Nation\u201c und verzeichnet mehr als 230.000 Mitglieder in 71 L\u00e4ndern.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

Erst im Mai fand beispielsweise eine gro\u00dfe Fan-Party mit Live-Musik, reichlich Bier und ausgelassener Stimmung bei der Distelh\u00e4user Braust\u00e4tte statt. Rund 1.500 motivierte Anh\u00e4nger reisten aus ganz Deutschland an, teilweise in clubeigenen, gr\u00fcnen T-Shirts, die an Bundesliga-Spiele erinnern. \u201eEin sch\u00f6neres Kompliment kann es f\u00fcr eine Brauerei wohl kaum geben\u201c, beschreibt Distelh\u00e4user-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christoph Ebers die Begeisterung, mit der die G\u00e4ste seiner Marke ihre Treue schw\u00f6ren. <\/p>\n\n\n\n

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\"Communitybuilding
\u00a9 Pixabay.com \/ User: Tykejones<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n
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Bier verbindet: eine Community \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg<\/h2>\n\n\n\n

Einen der weltweit gr\u00f6\u00dften Clubs, obgleich mit einfachem Konzept, unterh\u00e4lt die Rogue Brewery in Oregon. Die kostenfreie Fangemeinschaft der US-Brauerei nennt sich \u201eRogue Nation\u201c und verzeichnet mehr als 230.000 Mitglieder in 71 L\u00e4ndern rund um den Globus. Auf die Frage, was diese Nation genau sei, antwortete Big Al Jorgensen, der dabei als Pr\u00e4sident fungiert und mit einem Bus durchs Land fuhr, um noch mehr Leute zu bekehren: \u201eRogue Nation ist eine Gruppe von Leuten, die beschlossen haben, Bier mit gutem Geschmack zu trinken.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

Ganz anders geht das d\u00e4nische Bierlabel \u201eMikkeller\u201c vor. Das Kult-Label aus Kopenhagen schafft Markentreue ganz ohne Bierkonsum. Um ihre Fans nicht nur bei Laune zu halten, sondern auch zu sportlichen Aktivit\u00e4ten zu motivieren, gr\u00fcndeten die Brauereichefs Mikkel Borg Bjergs\u00f8 und sein Kompagnon S\u00f8ren Runge vor rund f\u00fcnf Jahren den \u201eMikkeller Running Club\u201c. Inzwischen z\u00e4hlt der Verein mehr als 12.000 Mitglieder weltweit, die sich immer am ersten Samstag des Monats in den jeweiligen St\u00e4dten, wo es eine Mikkeller-Gemeinschaft gibt, zum Joggen treffen. Solche Events finden dann beispielsweise in Reykjavik, Santiago, Berlin, Tokyo oder sogar in Torshavn, der Hauptstadt der F\u00e4r\u00f6er-Inseln statt. Zielort des gemeinsamen Laufs ist immer eine Mikkeller-Bar, in der es dann das erste Bier auf Kosten des Hauses gibt.<\/p>\n