{"id":5256,"date":"2019-06-17T10:16:35","date_gmt":"2019-06-17T08:16:35","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=5256"},"modified":"2019-06-17T10:16:36","modified_gmt":"2019-06-17T08:16:36","slug":"biermischgetraenke-auf-der-ueberholspur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/bier\/biermischgetraenke-auf-der-ueberholspur\/","title":{"rendered":"Biermischgetr\u00e4nke auf der \u00dcberholspur"},"content":{"rendered":"\n

Minz-Radler,<\/strong> Cola-Bier oder Limetten-Wei\u00dfe: Brauereien erreichen mit alkoholarmen\nBiermischgetr\u00e4nken neue Zielgruppen. Vor allem von Mixturen mit ganz neuen\nFruchtkombinationen versprechen sie sich kr\u00e4ftige Umsatzspr\u00fcnge bei j\u00fcngeren\nZielgruppen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n

W\u00e4hrend\nder Bierkonsum in Deutschland \u2013 mit kleinen, saisonalen Schwankungen \u2013 seit\nJahren stagniert, erleben auf Gerstensaft basierende Mischgetr\u00e4nke derzeit\neinen nachhaltigen Aufschwung. Die Idee, Bier mit Limonade oder Cola zu\nkombinieren und daraus \u201eRadler\u201d, \u201eRuss\u2018n-Ma\u00df\u201d, \u201eAlsterwasser\u201d oder \u201eDiesel\u201d zu\nmischen, ist jedoch keine neue Erfindung. Und auch die Berliner Wei\u00dfe mit einem\nSchuss Himbeer- oder Waldmeistersirup geh\u00f6rt schon seit dutzenden Jahren zum\nRepertoire von Berliner Wirtsh\u00e4usern.<\/p>\n\n\n\n

Erfrischende\nBiermischgetr\u00e4nke haben sich erfolgreich am Biermarkt etabliert <\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Was aber die neue Generation von Biermischgetr\u00e4nken zu bieten hat, liegt vor allem bei jungen Konsumenten im Trend. Ganz egal, ob Mixturen mit Limone, Orange, Minze, Guarana, Curuba oder Drachenfrucht: Die Nachfrage wuchs in den vergangenen Jahren meist zweistellig. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist der Absatz um mehr als zehn Prozent gestiegen: von 3.963.724 Hektolitern im Jahr 2017 auf 4.377.157 Hektoliter im Jahr 2018. Das ist mehr als je zuvor \u2013 auch wenn in diesen Angaben der Absatz der alkoholfreien<\/a> Biermischgetr\u00e4nke fehlt, weil diese nicht in der Biersteuerstatistik erfasst werden. Aber auch der Deutsche Brauerbund best\u00e4tigt, dass sich Biermischgetr\u00e4nke \u2013 mit und ohne Alkohol \u2013 am Biermarkt erfolgreich etabliert haben. Nach Informationen des Verbandes liegt der Marktanteil in diesem Segment wohl schon bei \u00fcber zwanzig Prozent. <\/p>\n\n\n\n

Gro\u00df- und\nKleinbrauereien springen auf den Trend auf <\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Auf diesen Trend haben bereits zahlreiche Gro\u00df- und Kleinbrauereien reagiert. Im M\u00e4rz brachte etwa Warsteiner <\/a>zwei neue Biermixgetr\u00e4nke auf den Markt: \u201eSummer Breeze\u201c mit Minz-Limettengeschmack und \u201eSunrise\u201c mit Orangen-Granatapfelgeschmack. Mit exotischen Aromen und hippen Markennamen will Warsteiner damit sowohl Bier- als auch Cocktail-Liebhaber<\/a> ansprechen. \u201eWir gehen mit beiden Sommermixes unseren innovativen Weg konsequent weiter, den wir im letzten Jahr mit Moscow Mule als limitierte Edition gestartet haben\u201c, sagt Marcus Wendel, Marketing Direktor der Warsteiner Gruppe.<\/p>\n\n\n\n

Auch\ndie Schwarzbierbrauerei K\u00f6stritzer m\u00f6chte mit zwei neuen Biermischgetr\u00e4nken\nneue Zielgruppen gewinnen und damit ihr Spezialit\u00e4tenangebot erweitern. Beim\ndreiprozentigen \u201eRadler Limette\u201c trifft Kellerbier auf fruchtig-frischen Geschmack\nvon Limettensaft, w\u00e4hrend \u201eK\u00f6stritzer Kirsche\u201c aus 60 Prozent Schwarzbier und\n40 Prozent S\u00fc\u00dfkirsch-Limonade besteht. \u201eBeide Neuprodukte sind echte\nInnovationen und stehen f\u00fcr leichten Biergenuss\u201c, sagt Stefan Didt,\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrer von K\u00f6stritzer. Damit biete sein Unternehmen dem Verbraucher\neinmal mehr komplett neue Geschmackserlebnisse an.<\/p>\n\n\n\n

Biermischgetr\u00e4nke auch\ninternational auf dem Vormarsch<\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Aber nicht nur in Deutschland sind Brauereien mit Radler & Co. auf dem Vormarsch. Auch in den USA, in den Niederlanden und insbesondere in \u00d6sterreich setzen inzwischen immer mehr Brauereien auf Biermischgetr\u00e4nke mit ganz ungew\u00f6hnlichen Rohstoffen. So f\u00fchren einige US-amerikanische Braust\u00e4tten wie etwa die Boulevard Brewing Company, Great Divide Brewing oder Victory Brewing h\u00e4ufig sogar mehrere Sorten im Portfolio. Auch beim Brauriesen Amstel aus den Niederlanden geh\u00f6rt ein frisches Radler mittlerweile ins Standard-Sortiment. <\/p>\n\n\n\n

Bio- und Naturradler werden\nimmer beliebter<\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Besonders\nangesagt \u2013 insbesondere bei regionalen Mittelstandsbrauereien \u2013 sind neue\nKreationen von Bio- und Naturradler-Getr\u00e4nken. Sowohl die Welde Brauerei aus\nPlankstadt als auch die beiden \u00f6sterreichischen Produzenten G\u00f6sser und Stiegl\nverzeichnen nach eigenen Aussagen mit neuen Sorten deutliche Absatzerfolge. Vor\nwenigen Monaten launchte auch die Privatbrauerei Trumer aus Obertrum in\n\u00d6sterreich ein aufwendig produziertes \u201eBio Radler\u201c, bei dem es sich um ein\nSauerbier nach M\u00e4rzen-Art handelt. Durch eine nat\u00fcrliche Milchs\u00e4urefermentation\nim Sudhaus erh\u00e4lt dieses Bier eine s\u00e4uerliche Frische. Aus Bio-Zitronenverbene\nwird durch Kaltextraktion und Beigabe von regionalem R\u00fcbenzucker eine\nnat\u00fcrliche Limonade erstellt, die dem 2,6-prozentigen Bier beigegeben wird. <\/p>\n\n\n\n

Branchenkenner\nprognostizieren, dass Biermischgetr\u00e4nke im Umfeld eines neuen\nVerbraucherbewusstseins ihren Siegeszeug in den kommenden Jahren fortsetzen\nwerden. Mit frischen Produktideen und neuen Marketingkonzepten setzen deshalb\nviele Brauer neue Akzente in ihrer Produktpalette und kommen damit besonders den\nBed\u00fcrfnissen junger Verbraucher nach neuen Geschmackserlebnissen entgegen. <\/p>\n