{"id":4835,"date":"2018-11-02T11:59:49","date_gmt":"2018-11-02T10:59:49","guid":{"rendered":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=4835"},"modified":"2020-03-09T10:06:26","modified_gmt":"2020-03-09T09:06:26","slug":"ressourcen-einsparen-effizienz-steigern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/milch_und_liquid_food\/ressourcen-einsparen-effizienz-steigern\/","title":{"rendered":"Ressourcen einsparen \u2013 Effizienz steigern: die oberste Maxime"},"content":{"rendered":"

Ressourcen einsparen und damit nebenbei die Effizienz des gesamten Unternehmens verbessern, gleichzeitig aber vor allem die heutigen Nachhaltigkeitsanforderungen erf\u00fcllen \u2013 das ist inzwischen wohl die oberste Maxime f\u00fcr jeden Produktionsprozess. Wer seine Erfolge im Bereich Nachhaltigkeit nachvollziehbar \u00f6ffentlich macht, wer sich dabei als wirklich \u201egr\u00fcn\u201c erweist, der darf dann vielleicht auch noch seine Erzeugnisse an den Verbraucher nachliefern. <\/strong><\/p>\n

Mit einer Einschr\u00e4nkung: Marketing, Produktkonzept, Preisstellung und Verpackung sowie werbliche Verbraucheransprache m\u00fcssen ebenfalls passen. Wer in der heutigen Zeit nicht sofort unter medialem Generalverdacht stehen will, der muss kommunizieren \u2013 und das auf harten Fakten basierend. Verschn\u00f6rkelungen werden von der \u00d6ffentlichkeit ebenso wenig geduldet wie Greenwashing<\/a>, und Nicht-Kommunizieren geht gar nicht mehr.<\/p>\n

Nur individuelle Ans\u00e4tze bringen L\u00f6sungen<\/strong><\/h2>\n

Es gibt so viele Ans\u00e4tze zur Einsparung von Ressourcen wie es Molkereien gibt. Klar, ein paar grundlegende Gemeinsamkeiten bestehen in allen prozesstechnologisch aufgestellten Unternehmen, es geht ja um Energie und stoffliche Verbr\u00e4uche. Die Umsetzung von Einsparungsma\u00dfnahmen wird aber immer individuell erfolgen m\u00fcssen. Denn in der Branche besteht eine ganz unterschiedliche Bereitschaft zur Investition in Einsparungsma\u00dfnahmen, die sp\u00e4ter zwar dauerhaft, aber eben oft auch nicht sofort positive Effekte zeigen. Jeder kennt das ber\u00fchmte Totschlagargument, dass der ROI (Return on Investment) nicht kurzfristig genug gegeben ist, wenn in Betrieben wieder einmal \u00fcber Energie- und Ressourceneinsparung diskutiert wird.<\/p>\n

Ressourcen sparen wird komplizierter<\/strong><\/h2>\n

Zudem ist zu beobachten, dass die Dinge immer komplizierter werden. Jede einzelne Ma\u00dfnahme, zum Beispiel die Verwertung der im Abwasser enthaltenen W\u00e4rmeenergie, muss im gro\u00dfen Zusammenhang gesehen werden: Passt sie ins Konzept, kann der \u201eEffekt\u201c das ganze Jahr \u00fcber zu jeder Zeit genutzt werden. Wie beeinflusst die Einzelma\u00dfnahme die gesamtenergetische Performance und wie l\u00e4sst sich diese messen? Hier kommen wir ganz schnell wieder zum Ansatz Industrie 4.0<\/a> und der Frage nach der Verf\u00fcgbarkeit von Anlagen \u00fcber die gesamte Nutzungsdauer hinweg. Die Mittel zur Realisierung von Industrie 4.0 existieren bereits allesamt. Je nach Betrieb d\u00fcrfte es aber ein langer Weg von sechs bis zehn Jahren sein, bis der Status einer Molkerei 4.0 erreicht ist.<\/p>\n

Die Linien m\u00fcssen laufen<\/strong><\/h2>\n

Stellen wir lieber die Verf\u00fcgbarkeit von Anlagen in den Fokus. Da lassen sich n\u00e4mlich nach Aussage von Experten wie Axel Keller, akr engineering in Wedemark, bei den allermeisten Unternehmen noch ganz viele positive Effekten realisieren. Alle Molkereien m\u00fcssen k\u00fcnftig die Zuverl\u00e4ssigkeit als Kernkompetenz definieren und gegebenenfalls sogar in sie investieren, wenn sie mit den in der Regel hier schon recht gut aufgestellten Branchenf\u00fchrern auch produktionskostenseitig mithalten wollen.<\/p>\n

Mehr Sicherheit gegen Ausfall bieten eine ganzheitliche Auslegung der Instrumentierung von Anlagen, der Einsatz intelligenter Sensoren, Disziplin bei der Inbetriebnahme und zuverl\u00e4ssigkeitsorientierte Montage der Peripherie (z.B. Pumpen). Auch bei der Instandhaltung sind bestimmte Anforderungen zu erf\u00fcllen, etwa das Erstellen zustandsorientierter und vorbeugender Konzepte und Sorgfalt bei der Planung (Wegezeiten etc.). Instandhaltung, die fr\u00fcher als Kostentreiber verstanden wurde, ist in Wirklichkeit eine der Schl\u00fcsselfunktionen f\u00fcr eine kostensenkende h\u00f6here Verf\u00fcgbarkeit und damit Effizienz von Anlagen.<\/p>\n

\"\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n

\u00a9 AKR_Keller<\/p>\n

Das Einsparen von Ressourcen und die Verf\u00fcgbarkeit von Anlagen haben auf der drinktec schon immer eine wichtige Rolle gespielt, auch wenn man auf den Messest\u00e4nden vor zehn Jahren vielleicht noch nicht so explizit davon gesprochen hat. Bis zur n\u00e4chsten drinktec haben die Unternehmen der Zulieferindustrie noch Zeit f\u00fcr ihre Neu- und Weiterentwicklungen. Man darf gespannt sein, was f\u00fcr raffinierte und spannende L\u00f6sungen sie vom 13. bis 17. September 2021 in M\u00fcnchen pr\u00e4sentieren werden!<\/p>\n