{"id":3475,"date":"2018-06-26T11:30:17","date_gmt":"2018-06-26T09:30:17","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=3475"},"modified":"2018-06-28T17:35:49","modified_gmt":"2018-06-28T15:35:49","slug":"ressourcen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/milch_und_liquid_food\/ressourcen-2\/","title":{"rendered":"Ressourcen-Effizienz als Strategie"},"content":{"rendered":"

Ressourcen-Effizienz: So lautet das Motto, an dem sich die Getr\u00e4nke-und Lebensmittelindustrie in den kommenden Jahren ausrichten wird. Die deutsche Nahrungsmittelbranche verbraucht allein in der Verarbeitung laut \u201estatista\u201c weit \u00fcber 320.000 Terajoule (TJ) Energie, zudem betr\u00e4gt der Verlust bei der Verarbeitung und der Distribution der Produkte 18 Millionen Tonnen. Hinzu kommt ein Energieverbrauch von \u00fcber 200.000 TJ in der Landwirtschaft, die zur Erzeugung der Rohstoffe f\u00fcr die Lebensmittelindustrie 30 Prozent des verf\u00fcgbaren Wassers in Deutschland ben\u00f6tigt. Von den Emissionen abgesehen, betrifft die allgemeine Ressourcen-Verknappung speziell auch Trinkwasser der besten Qualit\u00e4t, wie man es in der Lebensmittelprozesstechnik ben\u00f6tigt.<\/strong><\/p>\n

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Vor diesem Hintergrund kann die Digitalisierung einen bedeutenden Beitrag zur Steigerung der Ressourcen-Effizienz in der Lebensmittelproduktion leisten. Transport, Distribution und nat\u00fcrlich die Produktion von Lebensmitteln bieten ein enormes Potential f\u00fcr Verbesserungen.<\/p>\n

Digitalisierung ist nicht gleich Ressourcen-Effizienz<\/strong><\/h2>\n

Noch immer wird Ressourcen-Effizienz in der Praxis oft als reiner Nebeneffekt der Digitalisierung angesehen, der z.B. mit der Prozessautomatisierung einhergeht, erkl\u00e4rt Prof. Alexander Sauer, Fraunhofer\u2010Institut f\u00fcr Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Regelm\u00e4\u00dfig fehlen betriebliche Daten zu spezifischen Ressourcen-Verbr\u00e4uchen in der Produktion, sodass es kaum absch\u00e4tzbar ist, inwieweit eine Ma\u00dfnahme auch zu Ressourcen-Einsparungen f\u00fchrt. Genau deswegen m\u00fcssen Unternehmen Strategien f\u00fcr die Ressourcen-Effizienz entwickeln und das Potential der Digitalisierung zielgerichtet nutzen.<\/p>\n

Lebensmittelabf\u00e4lle k\u00f6nnen mithilfe der Digitalisierung reduziert werden. Durch eine l\u00fcckenlose Dokumentation des Warenflusses \u00fcber Sensoren und IT kann Transparenz \u00fcber die Herstell- und Transport-Bedingungen gewonnen werden. Dabei k\u00f6nnen Herstellung und Transport der Erzeugnisse realit\u00e4tsnah simuliert werden, um die tats\u00e4chlichen Verluste zu verringern.<\/p>\n

Big Data in der Produktion<\/strong><\/h2>\n

In der Produktion wird die Auswertung von Big Data k\u00fcnftig eine gro\u00dfe Rolle spielen. Predictive Maintenance<\/a> f\u00fchrt zur Verminderung der Stillstandszeiten. Da in der Lebensmittelproduktion meist enge Zeitfenster eingehalten werden m\u00fcssen, wird der Verlust entsprechend reduziert. Big Data erm\u00f6glicht genaue Vorhersagen, sodass z.B. mehr produziert werden kann, wenn eine hohe Nachfrage angenommen werden kann. Dieses f\u00fchrt ebenfalls zu einer Verringerung des Abfalls.<\/p>\n

Die Digitalisierung bietet weitere Chancen. Flexible Logistiknetzwerke erm\u00f6glichen eine Lieferung am selben Tag. Verbunden mit dieser Flexibilit\u00e4t haben digitale Gesch\u00e4ftsmodelle das Potential, die Branche zu ver\u00e4ndern und k\u00f6nnen gleichzeitig die (End-)Kundenorientierung steigern.<\/p>\n

Smart Factory<\/a> bietet Flexibilit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n

In einer Smart Factory werden Maschinen, Produktionslinien und Lagerhaltung eng zusammenarbeiten, Informationen austauschen und eigenst\u00e4ndig Produktionen steuern. Der Plug-and-Produce-Ansatz treibt das digitale Konzept voran. Denn eine automatische Rekonfigurierung der Produktion nach Hinzuf\u00fcgen oder Entfernen von Komponenten, wird viel mehr Flexibilit\u00e4t f\u00fcr die Fertigung bieten, da Umstellungen oder Kapazit\u00e4tsanpassungen wesentlich erleichtert werden.<\/p>\n

Schon auf der letzten drinktec waren Beispiele und Anhaltspunkte daf\u00fcr zu finden, wie man sich die Fabrik der Zukunft vorstellen kann. Angesichts des rasanten Fortschritts in Technologie und IT, sind wir gespannt, wie auf der drinktec 2021 die Entwicklung in Sachen Smart Factoriesvorangeschritten sein wird \u2013 also merken Sie sich schon mal vor: 13. bis 17. September 2021, M\u00fcnchen!<\/p>\n