{"id":3391,"date":"2018-05-03T10:58:41","date_gmt":"2018-05-03T08:58:41","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=3391"},"modified":"2018-08-23T13:39:19","modified_gmt":"2018-08-23T11:39:19","slug":"flexibilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/alkoholfreie-getraenke\/flexibilitaet\/","title":{"rendered":"Die Zukunft der Getr\u00e4nkeindustrie: Flexibilit\u00e4t als Wettbewerbsfaktor"},"content":{"rendered":"
Technik, die hocheffizient arbeitet und sich gleichzeitig auf neue Bedingungen und Kundenw\u00fcnsche einfach und z\u00fcgig einstellt: Das ist es, was sich die alkoholfreie Getr\u00e4nkeindustrie w\u00fcnscht. In diesem Zusammenhang spielt Flexibilit\u00e4t eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle und zwar eine Flexibilit\u00e4t, die sich idealerweise mit kompakt gestalteten und platzsparenden Maschinenkonzepten erreichen l\u00e4sst. Die Zulieferindustrie bietet hierf\u00fcr interessante Optionen. Unter anderem stehen auch neue Robotergenerationen immer deutlicher im Fokus.<\/strong><\/p>\n <\/p>\n Karl-Heinz Klumpe, Product Manager Packaging bei KHS in Kleve, bringt es auf den Punkt: \u201eLassen sich zwei oder mehr Einzelmaschinen zu einer kompakten Blockl\u00f6sung zusammenf\u00fcgen, hat dies f\u00fcr Anwender zahlreiche Vorteile\u201c. Beispielsweise verbindet das Unternehmen mit seinem InnoDry Block<\/a> die Produktionsschritte der Sekund\u00e4rverpackung mit denen der Terti\u00e4rverpackung und praktiziert Verpackungs- und Palettierprozess in einem. Die Flexibilit\u00e4t von Pufferfl\u00e4chen und ein dynamisches Manipulationssystem zur Lagenbilderstellung machen es m\u00f6glich. K\u00fcrzere Transportstrecken, reduzierter Instandhaltungsaufwand und geringere Formatumstellzeiten sprechen Unternehmensangaben zufolge f\u00fcr diese Blockl\u00f6sung.<\/p>\n Auf kompakt gestaltete flexible Verpackungstechnik gem\u00e4\u00df dem Motto \u201emore in one\u201c setzt auch Krones. Zum Beispiel mit seiner Varioline. Die Maschine bringt einzelne Beh\u00e4lter zun\u00e4chst in Multipack-Gebinde und diese anschlie\u00dfend in die jeweils vorgesehenen Verkaufs- oder Umverpackungen ein. Der Baukasten besteht hier aus den drei Modulen Kartonier-, Zuf\u00fchr- und Basismodul, die sich zu einer individuellen Verpackungsstra\u00dfe kombinieren lassen. Das System ersetzt bis zu sechs konventionelle Einzelmaschinen mit Transporttechnik. Auch hier werden neben dem Plus der Flexibilit\u00e4t Vorteile wie Platzersparnis, geringerer Wartungsaufwand und weniger Bedienpersonal genannt.<\/p>\n Generell sieht es die Zulieferindustrie als Herausforderung, immer mehr Funktionen in eine einzige kompakte technische L\u00f6sung zu integrieren und damit so viele Arbeitsbereiche wie sinnvoll und m\u00f6glich zusammenzufassen. Und das \u2013 wie die aufgef\u00fchrten exemplarischen Beispiele verdeutlichen \u2013 durchaus mit Ergebnissen, die klassischen Konzepten in vielerlei Hinsicht \u00fcberlegen sind.<\/p>\n Dabei wird ab und an auch mit Ideen gespielt, deren praktische Umsetzung erst einmal \u00fcberhaupt nicht im Fokus steht. Beispielsweise experimentierte die auf F\u00f6rdertechnik in Produktionsumgebungen spezialisierte CSi industries B. V. mit einer Drohne, die Kartons aufnimmt und absetzt. Auch, um aufzuzeigen, welche M\u00f6glichkeiten in Zukunft zur Verf\u00fcgung stehen werden. Jedoch bewertete das Unternehmen selbst die Wahrscheinlichkeit, dass Drohnen die Basis der Palettierer der n\u00e4chsten Generation bilden, als nicht besonders hoch. Dennoch, so die Meinung dort, helfe jede Entwicklung einer innovativen Anwendung dem Hersteller einen Schritt weiter, andere, neuere und innovativere L\u00f6sungen zu finden. Ein auf jeden Fall \u00e4u\u00dferst interessanter Denkansatz und vielleicht wandelt sich in Zukunft das eine oder andere Mal zun\u00e4chst Unwahrscheinliches ja noch zu Wahrscheinlichem.<\/p>\n Doch bleiben wir bei derzeit Vieldiskutiertem: Robotern. Ihnen und insbesondere der neuen Robotergeneration, den sogenannten Cobots<\/a> (Collaborative Robots), wird in s\u00e4mtlichen Produktionsbereichen, so auch in der alkoholfreien Getr\u00e4nkeindustrie, eine gro\u00dfe Zukunft vorhergesagt. Der Welt-Robotik-Report 2017 berichtet, dass sich der weltweite Bestand der Industrie-Roboter bis 2020 auf mehr als drei Millionen erh\u00f6hen wird. Allein in Asien sollen dann rund 1,9 Millionen Roboter im Einsatz sein. Zum Vergleich: 2016 lag der weltweite Bestand an Industrie-Robotern gerade einmal bei etwa 1,8 Millionen. Joe Gemma, Pr\u00e4sident der International Federation of Robotics (IFR) meint: \u201eRoboter arbeiten mit h\u00f6chster Pr\u00e4zision und werden, mit dem Internet of Things (IoT) vernetzt, eine Schl\u00fcsselrolle in neuen digitalen Fertigungsumgebungen spielen. Das rasant wachsende Modellangebot erweitert die Einsatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Industrie-Roboter und gibt Betrieben aller Unternehmensgr\u00f6\u00dfen die Chance, flexibel zu automatisieren.\u201c<\/p>\n In der Tat arbeiten bereits zahlreiche Zulieferunternehmen an der Entwicklung und Perfektion von Robotern, die mit Menschen direkt zusammenarbeiten und als hilfreiche Kollegen wahrgenommen werden k\u00f6nnen. Diese mit Sensoren ausgestatteten Roboter nennt man Cobots. Beispielsweise entwickelte Universal Robots sechsgliedrige Knickarmroboter in unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfen und mit differierender Tragkraft, die ohne oder nur mit minimalen Schutzvorrichtungen direkt neben den menschlichen Kollegen t\u00e4tig sein k\u00f6nnen und auch f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen pr\u00e4destiniert sind. Helmut Schmid, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und General Manager Western Europe von Universal Robots, zu Zukunftschancen der \u201eneuartigen Kollegen\u201c: \u201eEgal ob Pick and Place, Verpacken, Etikettieren oder Palettieren \u2013 in der Verpackung sowie in der Logistik sehen wir in den kommenden Jahren ein enormes Potenzial f\u00fcr die Leichtbaurobotik und die Mensch-Roboter-Kollaboration\u201c. Auch Kuka geht gemeinsam mit Optoforce neue \u201eRoboter-Wege\u201c. \u00c1kos D\u00f6m\u00f6t\u00f6r, CEO Optoforce: \u201eUnsere sechsachsigen Tastsensoren werden mit einem umfangreichen Softwarepaket kombiniert. W\u00e4hrend die Sensor-Hardware den Robotern Feinf\u00fchligkeit verleiht, wandelt die Software diesen Tastsinn in industrielle Applikationen um.\u201c Konkret geht es um Handf\u00fchrung, Positionserkennung und Zentrierung bei Kuka-Robotern mit Nutzlasten bis 16 Kilogramm.<\/p>\n Immer noch intelligentere L\u00f6sungen f\u00fchren hin zu einem weiteren Zukunftstrend: dem der digital vernetzten, intelligenten Fabrik, der sogenannten Smart Factory. In diesem Zusammenhang wird Experten zufolge auch das Thema Predicitive Maintenance (vorausschauende Wartung) einen immer h\u00f6heren Stellenwert einnehmen. Matthias Heinrich, POD Manager Digital Solutions, GEA Westfalia Separator Group, meint im DLG-Trendmonitor 2018: \u201eInnerhalb der n\u00e4chsten sechs Jahre werden die Themen Predictive Maintenance und Smart Factory immer mehr miteinander verschmelzen und daher perspektivisch zusammen an erster Stelle stehen.\u201c Dr. rer. nat. Sabine Brunklaus, Fachbereich Life Science Technologies Institut f\u00fcr Lebensmitteltechnologie NRW, Hochschule Ostwestfalen-Lippe dazu: \u201eIn sechs Jahren sollte die Reife der Technologie von Predictive Maintenance so weit entwickelt sein, dass neue Anlagen bereits standardm\u00e4\u00dfig mit einer Option auf ein vorausschauendes Wartungssystem angeboten werden.\u201c Die Smart Food Factory dagegen sieht sie noch in weiterer Ferne: \u201eWenngleich der Trend eindeutig in diese Richtung geht, l\u00e4sst sich nach derzeitigem Stand der Wissenschaft und Technik absehen, dass es selbst in sechs Jahren eine umfassende Umsetzung der Idee einer Smart Factory zumindest in der industriellen Lebensmittelproduktion noch nicht geben wird.\u201c<\/p>\n Was abzuwarten bleibt. Denn haben nicht schon viele neue Ideen prognostizierte Entwicklungszeiten \u00fcberholt? Deshalb die Empfehlung f\u00fcr die alkoholfreie Getr\u00e4nkeindustrie: Stets am Puls der Zeit bleiben und Entwicklungen, die in Richtung Smart Factory f\u00fchren, genauestens beobachten, um weder Flexibilit\u00e4ts- noch Effizienzvorteile, die neue L\u00f6sungen erwarten lassen, zu sp\u00e4t zu integrieren und damit in Zukunft Wettbewerbsnachteile in Kauf zu nehmen.<\/p>\n\u201eMore in one\u201c \u2013 Potenziale von flexiblen Konzepten<\/strong><\/h2>\n
Experimente f\u00fcr die Zukunft<\/strong><\/h2>\n
Apropos Zukunft: Die Cobots kommen<\/strong><\/h2>\n
Smart Factory<\/strong><\/a> und Predictive Maintenance in der Getr\u00e4nkeindustrie<\/strong><\/h2>\n
Flexibilit\u00e4t hei\u00dft agieren statt reagieren<\/strong><\/h2>\n