{"id":3346,"date":"2018-04-12T17:37:38","date_gmt":"2018-04-12T15:37:38","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=3346"},"modified":"2018-08-24T10:04:05","modified_gmt":"2018-08-24T08:04:05","slug":"drohnen-des-winzers-fliegende-helfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/wein\/drohnen-des-winzers-fliegende-helfer\/","title":{"rendered":"Drohnen: Des Winzers fliegende Helfer"},"content":{"rendered":"

Mitarbeiter des Dienstleistungszentrums L\u00e4ndlicher Raum Mosel in Trier testen schon seit l\u00e4ngerem den Einsatz von Drohnen bei Spritzarbeiten im Weinbau. Im vergangenen Jahr wurden vielversprechende Ergebnisse vorgestellt. Auch im Rheingau und Baden-W\u00fcrttemberg gibt es Tests.<\/strong><\/p>\n

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Fliegen m\u00fcsste man k\u00f6nnen! Besonders Winzer, die Steillagen beispielsweise an der Mosel bewirtschaften, werden diesen Seufzer schon oft ausgesto\u00dfen haben. Denn zum Rebschnitt bis zur Ernte ist m\u00fchseliges Klettern angesagt. Allerdings ist bei der notwendigen Behandlung der Reben<\/a> mit Pflanzenschutzmitteln der Einsatz von Hubschraubern l\u00e4ngst Praxis. Der Nachteil: Die fliegenden Einsatzhelfer kosten viel Geld, sind lautstark und arbeiten nicht immer mit der n\u00f6tigen Pr\u00e4zision. Auch Unf\u00e4lle hat es schon gegeben. Eine m\u00f6gliche L\u00f6sung: Drohnen.<\/p>\n

Pr\u00e4zise Verteilung von Pflanzenschutzmittel<\/strong><\/h2>\n

Klein, aber leiser und wesentlich pr\u00e4ziser sind die Drohnen. Zwar haben die speziell f\u00fcr diesen Zweck entwickelten Ger\u00e4te wie der \u201eAgronator<\/a>\u201c, der immerhin \u00fcber vier Meter Spannweite misst, nur rund zehn bis 40 Liter Pflanzenschutzmittel an Bord, diese k\u00f6nnen aber durch die im Vergleich zum Hubschrauber viel niedrigere Flugh\u00f6he exakt dort angewandt werden, wo sie n\u00f6tig sind. Die Steuerung ist einfach, L\u00e4rmbel\u00e4stigung f\u00fcr Anwohner ist praktisch ausgeschlossen. Bis auf ein Sirren ist nichts zu h\u00f6ren. Die Flugzeit der Drohnen betr\u00e4gt rund 20 Minuten, danach muss der Akku ausgewechselt werden.<\/p>\n

Bis zur Serienreife ist noch ein weiter Weg zur\u00fcckzulegen. Unter anderem gilt es, rechtliche Fragen zu kl\u00e4ren. Auch muss sichergestellt sein, dass die pr\u00e4zise Spritzung des Pflanzenschutzmittels mit den kleineren D\u00fcsen genauso effizient ist wie mit herk\u00f6mmlichen Methoden. Der Rest ist eine Frage des Marktes. Kosten solche Drohnen momentan noch 80.000 bis 100.000 Euro, d\u00fcrfte der Preis bei hoher Nachfrage der Winzer und serienm\u00e4\u00dfiger Produktion deutlich sinken.<\/p>\n

Drohnen \u2013 Fliegende Vogelscheuchen
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Auch andere Eins\u00e4tze von Drohnen sind denkbar. So wurden \u201eRobirds<\/a>\u201c entwickelt, Drohnen, die einem Falken \u00e4hnlich sehen. Diese Ger\u00e4te sollen urspr\u00fcnglich Vogelschw\u00e4rme von Flugfeldern vertreiben. Doch auch gegen Stare, die sich gerne \u00fcber reife Trauben hermachen, w\u00e4re ihr Einsatz denkbar.<\/p>\n

Schon m\u00f6glich, dass zur Winzer-Ausbildung in Zukunft auch der Drohnenf\u00fchrerschein geh\u00f6rt! Und wenn es erst mal fliegende Erntemaschinen gibt, die selbstt\u00e4tig die Traubenqualit\u00e4t pr\u00fcfen und beurteilen und \u2013 mit derselben Sorgfalt wie bei der Handlese \u2013 nur vollreife Beeren ernten, w\u00e4re das eine Revolution, die sich auch auf die Flaschenpreise g\u00fcnstig auswirken w\u00fcrde. Vielleicht k\u00f6nnten diese Flugroboter im Winter ja dem Winzer auch die anstrengende Arbeit des Rebschnitts abnehmen. Zukunftsmusik? Abwarten!<\/p>\n