{"id":3009,"date":"2017-11-03T11:09:22","date_gmt":"2017-11-03T10:09:22","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=3009"},"modified":"2018-08-29T15:48:11","modified_gmt":"2018-08-29T13:48:11","slug":"die-freien-brauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/bier\/die-freien-brauer\/","title":{"rendered":"Branchentreff der Freien Brauer \u2013 Familienbrauereien setzen auf Authentizit\u00e4t und Regionalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"
Beim j\u00e4hrlichen Branchentreff der Freien Brauer, das auch im Rahmen der drinktec stattfand, diskutierten die Verantwortlichen \u00fcber das aktuelle Gesch\u00e4ftsjahr, die verst\u00e4rkte Nachfrage bei regionalen Qualit\u00e4tsbieren sowie das dadurch ver\u00e4nderte Kaufverhalten.<\/strong><\/p>\n Einmal pro Jahr f\u00fchren die Freien Brauer, ein Zusammenschluss aus 39 unabh\u00e4ngigen Familienbrauereien aus Deutschland, \u00d6sterreich, Luxemburg und den Niederlanden, eine interne Umfrage bei renommierten Brauereichefs zur aktuellen Branchenentwicklung durch. Auch in diesem Jahr res\u00fcmieren sie die Ergebnisse auf einer drinktec Veranstaltung und loteten dabei die Zukunftschancen f\u00fcr ihre Unternehmen aus.<\/p>\n <\/p>\n Bedeutende Themen der Brauerei-Gesellschafter, die sich \u00fcberwiegend f\u00fcr den Erhalt der Bierkultur einsetzen, waren neben Investitionen, Produktionskosten<\/a> und Vermarktungsstrukturen auch Zielgruppendefinition, Qualit\u00e4t und Gebinde. Zu den Freien Brauern geh\u00f6ren auch Traditionsh\u00e4user wie das Brauhaus Riegele aus Augsburg, Weldebr\u00e4u aus Plankstadt oder die Pyraser Landbrauerei aus Pyras bei N\u00fcrnberg, die sich allesamt auch erfolgreich in der Craft-Beer Szene tummeln. Unisono beklagten die Chefs vor allem den wachsenden Druck bei den Produktionskosten. Die aktuellen Investitionen fielen branchenweit insgesamt h\u00f6her aus als die Jahre zuvor. Das liege auch am wachsenden Interesse der Konsumenten bei Qualit\u00e4tsbieren, deren Entwicklung die Familienbrauereien grunds\u00e4tzlich positiv bewerten.<\/p>\n So stellten die Freien Brauer<\/a>\u00a0bei ihrer aktuellen Umfrage fest, dass ein ver\u00e4ndertes Kaufverhalten der Konsumenten auch eine neue Vermarktungsstruktur verlangt. Michael Leibinger von der Brauerei Max Leibinger in Ravensburg etwa bekr\u00e4ftigt, dass sich der Spagat beim aktuellen Konsumverhalten noch verst\u00e4rken wird, ganz nach dem Motto: \u201eGut und billig versus hochwertig und teuer.\u201c Elisabeth Rose von Schneider Weisse in Kelheim bezeichnet diese Entwicklung als \u201eAngebotsdifferenzierung\u201c, bei der, w\u00e4hrend des schw\u00e4chelnden Gesamtmarktes, authentische Bierspezialit\u00e4ten immer bedeutsamer werden. Damit steige auch das Bed\u00fcrfnis nach kleineren Gebindeformen. Aber entscheidend f\u00fcr den heutigen Absatzerfolg seien vor allem kreative L\u00f6sungen, resultieren die Brauereichefs.<\/p>\n Ideenreichtum ist auch bei der Biervielfalt gefragt. Nach Ansicht von Christoph Barre von der Ernst Barre Brauerei gebe es den klassischen Biertrinker von einst schon lange nicht mehr: \u201eF\u00fcr Brauer wird es in Zukunft immer bedeutsamer, eigene Zielgruppen zu definieren.\u201c Dabei stimmten auch Barres Kollegen \u00fcberein, dass der wichtigste Erfolgsfaktor bei einem hochwertigen Produktportfolio liege, das jedoch zur jeweiligen Marke passen m\u00fcsste. \u201eAuthentizit\u00e4t in Form von nachvollziehbarer Qualit\u00e4t in allen Aspekten, wird das Fundament f\u00fcr die Zukunft unserer Branche sein\u201c, fasste Sebastian Priller-Riegele vom Brauhaus Riegele in Augsburg zusammen. Mit dem Trend zu regionalen Bierspezialit\u00e4ten<\/a> bekomme insbesondere f\u00fcr Familienbrauereien auch das Thema Heimatverbundenheit einen ganz neuen Stellenwert.<\/p>\n Dass derzeit wieder viel Dynamik im internationalen Biermarkt vorherrscht, best\u00e4tigen auch die 39 unabh\u00e4ngigen Braust\u00e4tten. Insgesamt blicken sie deshalb dem n\u00e4chsten Braujahr betont optimistisch entgegen.<\/p>\nHerausforderung der Freien Brauer: Wachsender Druck bei Produktionskosten<\/strong><\/h2>\n
Ver\u00e4ndertes Kaufverhalten verlangt nach neuen Vermarktungsstrukturen<\/strong><\/h2>\n
Ideenreichtum, Authentizit\u00e4t und Qualit\u00e4t als definierte Erfolgsfaktoren<\/strong><\/h2>\n