{"id":2965,"date":"2017-10-12T16:12:27","date_gmt":"2017-10-12T14:12:27","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=2965"},"modified":"2018-10-05T11:06:31","modified_gmt":"2018-10-05T09:06:31","slug":"hopfen-run-auf-das-gruene-gold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/bier\/hopfen-run-auf-das-gruene-gold\/","title":{"rendered":"Hopfen: Run auf das gr\u00fcne Gold"},"content":{"rendered":"

Mit der dynamischen Entwicklung der Craft-Beer-Bewegung findet auch ein tiefgreifender Wandel im weltweiten Hopfen-Markt statt. Vor allem der Trend zu neuen Aromasorten befl\u00fcgelt eine ganze Branche. Auf der vergangenen drinktec wurden die wichtigsten Entwicklungen pr\u00e4sentiert.<\/strong><\/p>\n

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Gerade erst haben europ\u00e4ische Hopfenbauern die letzten Reben der diesj\u00e4hrigen Hopfenernte eingeholt, kostbare Dolden von Strang und Blattwerk getrennt, getrocknet und verpackt – da war ein Teil der Ernte bereits ausverkauft. Nach vielen mageren Jahren erleben viele Produzenten des gr\u00fcnen Goldes wieder gute Zeiten. Mit steigender Nachfrage bei gut gehopften Spezialit\u00e4tenbieren w\u00e4chst auch das Interesse der Brauer nach immer neuen Hopfensorten. Mit der hohen Dynamik im Craft-Biermarkt entstehen derzeit rund um den Globus auch immer neue Mikrobrauereien, deren Kunden ungew\u00f6hnliche Sude bevorzugen.<\/p>\n

Aktuell der Liebling der Brauindustrie: Aromahopfen<\/strong><\/h2>\n

Vor allem die Nachfrage bei Aromahopfen<\/a> setzt die Produzenten derzeit m\u00e4chtig unter Druck. Beispiel USA:\u00a0 Hier lechzen rund 5000 Brauereien nach immer neuen Z\u00fcchtungen, so dass die Anbaufl\u00e4chen in Washington, Oregon und Idaho in den vergangenen Jahren um rund 60 Prozent wuchsen. Wie wichtig das gr\u00fcne Gold inzwischen auch f\u00fcr die internationale Brauindustrie geworden ist, zeigt sich vor allem im Sortenwachstum. In rund 27 Anbaul\u00e4ndern, z\u00e4hlen Experten der Barth-Haas Group mit Hauptsitz in N\u00fcrnberg, mittlerweile 263 Hopfensorten. Darunter etwa 150 mit aromatischen Charakter und 110 mit bitterer Kraft. Dabei finden Brauer die h\u00f6chste Vielfalt in den USA, gefolgt von England mit rund 40 und Deutschland mit mehr als 30 Sorten. \u201eCraft-Bier hat dem Hopfen mehr als gut getan\u201c, sagt Stephan Barth, Chef von Barth-Haas Group, \u201eer hat bei den Brauern einen v\u00f6llig neuen Stellewert bekommen\u201c. Die Barth-Haas Group ist mit knapp 1000 Mitarbeitern und einem Jahres Umsatz von 300 Millionen Euro der bedeutendste Hopfendienstleister der Welt.<\/p>\n

Anbaugebiete f\u00fcr Hopfen wachsen weltweit<\/strong><\/h2>\n

Dass der internationale Hopfenmarkt immer mehr an Fahrt aufnimmt, zeigte sich vor allem auf der vergangenen drinktec. Die ganze Branche \u2013 vom Bauer \u00fcber H\u00e4ndler, bis zum Brauer – setzt auf neue Aromasorten, die Besucher der Messe erschnuppern und probieren konnten. In den USA, die Deutschland als gr\u00f6\u00dftes Anbaugebiet der Welt gerade \u00fcberholt haben, liegt das Verh\u00e4ltnis inzwischen bei 78 Prozent Aromahopfen und 22 Prozent Bitterhopfen.<\/p>\n

Auch in Deutschland werden auf den Feldern inzwischen fast 50 Prozent Aromasorten gepflanzt. Zu den Spitzenreitern z\u00e4hlen zwar nach wie vor Hallertauer Perle und Hallertauer Tradition. Bei den deutschen Hochalphasorten steht ungeschlagen der Herkules auf Platz eins, der noch immer eine Fl\u00e4che von 30 Prozent einnimmt. Dennoch weisen die Bittersorten, nach Angaben des aktuellen Barth-Haas Berichts, seit f\u00fcnf Jahren eine weltweite Minusbilanz vor. Auch wenn es 2016 in nahezu allen Anbaugebieten \u00fcberdurchschnittliche Ertr\u00e4ge und einen guten Alphagehalt gab, reicht die Bittermenge dieses Jahr nicht aus, um die Nachfrage der Brauereien weltweit zu bedienen. Bei den Hochalphasorten herrscht daher ein deutlicher Preisanstieg auf dem Freihopfenmarkt.<\/p>\n

Das k\u00f6nnte sich \u00e4ndern, da die Produzenten auch in eher sekund\u00e4ren Hopfenregionen kr\u00e4ftig Gas geben. Auf der drinktec zeigten sich neben deutschen und US-Ausstellern auch weitere aufsteigende Hopfennationen wie etwa Tschechien. Mit wachsender Bedeutung der Craft-Bier-Bewegung werden dort zahleiche Anbaufl\u00e4chen in Richtung Aromahopfen erweitert. Der tschechische Hopfenverband rechnet vor, dass zwar nach wie vor die kr\u00e4uterig-blumige Sorte Saazer dominiert, doch Hopfenverk\u00e4ufer \u201eBohemia Hop\u201c liegt beispielsweise mit den immer beliebter werdenden Aromasorten Sladek oder Kazbek gut im Gesch\u00e4ft. Hopfenexperten erwarten, dass bei steigender Nachfrage in den kommenden Jahren auch neue L\u00e4nder in die Produktion des gr\u00fcnen Goldes einsteigen werden.<\/p>\n

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(C) Barth Haas Group<\/p><\/div>\n