{"id":2897,"date":"2017-10-06T08:45:38","date_gmt":"2017-10-06T06:45:38","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=2897"},"modified":"2017-10-06T08:45:38","modified_gmt":"2017-10-06T06:45:38","slug":"malz-individuelle-sortenvielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/bier\/malz-individuelle-sortenvielfalt\/","title":{"rendered":"Malz-Fabriken setzen auf individuelle Sortenvielfalt"},"content":{"rendered":"

F\u00fcr einen unverwechselbaren Aromakick im Bier verlangen immer mehr Brauer von ihren Malzproduzenten ausgefallene Spezialr\u00f6stungen. Auf der drinktec pr\u00e4sentierten die wichtigsten Anbieter die neuen Malz-Trends und zeigten, wie sie auf die Craft-Beer-Szene reagieren.<\/strong><\/p>\n

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Die internationale Craft-Beer-Bewegung<\/a> macht auch vor den Malzproduzenten nicht halt. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine neue Brauerei er\u00f6ffnet und neue kreative Sude auf den Markt kommen. Konsumenten werden anspruchsvoller und verlangen immer wieder neue Kreationen aus ihrer Lieblingsbraust\u00e4tte. Um diese Nachfrage zu bedienen und individuelle Biere zu produzieren, ben\u00f6tigen Brauer eine Auswahl an Rohstoffen. Das hat nicht nur die Hopfenbranche verstanden, die mittlerweile auf Aromasorten schw\u00f6rt, sondern auch die Malzproduzenten, die ihre Palette hochwertiger Getreide-R\u00f6stungen zunehmend vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n

Geschmacksvielfalt ist Trumpf bei Malzen<\/strong><\/h2>\n

Als Musterbeispiel und Marktf\u00fchrer im Spezialmalz-Bereich gilt die Weyermann-Fabrik in Bamberg. Im Portfolio f\u00fchrt das Unternehmen mehr als 85 Sorten, darunter auch Sauer-, Dinkel- oder Melanoidin-Malz. Exportiert wird inzwischen schon in rund 135 L\u00e4nder. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Sabine Weyermann wei\u00df, dass die Brauer derzeit nach immer neuen Geschmacksabenteuern verlangen und stellt sich auf die ver\u00e4nderte Nachfrage ein. Das Weyermann-Erfolgsgeheimnis beschreibt sie so: \u201eUnsere St\u00e4rke ist, dass wir im st\u00e4ndigen Dialog mit den Brauern sind und auf dessen W\u00fcnsche ganz individuell reagieren\u201c. Auf der drinktec stellte das Malzfabrik-Team eine nagelneue Sorte namens \u201eEraclea\u201c vor, die mit Gerste aus der italienischen K\u00fcstenregion Venetiens hergestellt wird. Das Malz soll dem Endprodukt einen leichten K\u00f6rper, helle Farbe und ein maritimes Aroma verleihen.<\/p>\n

Neben Weyermann setzt auch der Traditionsbetrieb \u201eBestMalz\u201c aus Kreimbach-Kaulbach in der Pfalz auf spezielle Sorten. So f\u00fchrt das Unternehmen rund 40 verschiedene Grund-, Karamell-, R\u00f6st- und funktionelle Malze im Portfolio. Darunter auch zwei sogenannte \u201eCraftmalze\u201c: Mit \u201eBest Red X\u201c, dass sich laut Hersteller besonders f\u00fcr r\u00f6tliche Biere wie etwa Red Ales, Amber Ales und Altbier eignet. \u201eBest Special X\u201c dagegen ist ein kurzger\u00f6stetes, dunkles Karamellmalz mit Schokoladenaromen und einer Farbe, die sich vor allem f\u00fcr Porter, Dunkel und Stout anbietet. Das Pf\u00e4lzer Unternehmen liefert aktuell in mehr als 75 L\u00e4nder und ist inzwischen Anlaufstation f\u00fcr die weltweite Craft-Branche geworden.<\/p>\n

Spezial-Malz f\u00fcr Craft-Beer<\/strong><\/h2>\n

Das gilt auch f\u00fcr einen weiteren drinktec-Aussteller, wie den schwedisch-finnischen Malzproduzenten \u201eViking Malt\u201c. Das skandinavische Unternehmen arbeitet vor allem mit Getreide aus Nordeuropa. Weil die Nachfrage nach Sondermalzen vor allem in der Craft-Beer-Szene w\u00e4chst, verf\u00fcgt das Wikinger-Unternehmen inzwischen \u00fcber sechs M\u00e4lzereien in verschiedenen Nationen: Darunter Schweden, D\u00e4nemark, Finnland, Litauen und zwei Standorte in Polen. Viking Malt deckt unter der Kategorie \u201eBrewers Organic\u201c mit f\u00fcnf speziellen Sorten auch den Trend zu Bio-Malz ab.<\/p>\n

Rohstoffe nicht gleich tonnenweise \u2013 Malzproduzenten stellen sich auf Microbrewer und Hobbybrauer ein<\/strong><\/h2>\n

Was Weyermann, BestMalz und Viking Malt sowie weitere drinktec-Aussteller wie etwa \u201eThe Swaen\u201c aus den Niederlanden, \u201eObolon\u201c aus der Ukraine, \u201eBoortmalt\u201c aus Belgien und \u201eBairds Malt\u201c aus England heute eint, ist nicht nur die spezielle Sortenvielfalt. Alle Unternehmen reagieren professionell auf die neuen Anforderungen der Craft-Beer-Branche. Die meisten neuen Brauereien sind noch ziemlich klein und ben\u00f6tigen die Rohstoffe nicht gleich tonnenweise sondern in eher \u00fcberschaubaren Dimensionen. So bieten die Malzproduzenten ihre Produkte inzwischen auch in geringen Mengen an, die sowohl die Braugiganten f\u00fcr ihre Versuchszwecke, als auch professionelle Microbrewer und selbst Hobbybrauer mit Mini-Sudkesseln bedienen sollen.<\/p>\n

Mehr zum Thema „handgemachtes“ Bier: Unser Video „Craft Bier \u2013 Mehr als Gerstensaft“<\/p>\n