{"id":2563,"date":"2017-08-25T09:57:40","date_gmt":"2017-08-25T07:57:40","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=2563\/"},"modified":"2018-08-24T10:04:47","modified_gmt":"2018-08-24T08:04:47","slug":"barrique-mehr-als-geschmack","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/wein\/barrique-mehr-als-geschmack\/","title":{"rendered":"Barrique \u2013 mehr als Geschmack"},"content":{"rendered":"
Die Lagerung und Aufbewahrung von Wein besch\u00e4ftigte Weinmacher seit jeher: In mehr oder minder geeigneten Beh\u00e4ltnissen wie Tonkr\u00fcgen, Amphoren oder Lederschl\u00e4uchen transportierten und bewahrten Menschen in fr\u00fcherer Zeit das kostbare Gut Wein auf. Wer es sich leisten konnte, verwendete F\u00e4sser aus Holz, die haltbarer und auch besser zu transportieren waren als zerbrechliche Kr\u00fcge. In der heutigen Zeit gilt das Barriquefass wohl als das bekannteste Lagergef\u00e4\u00df f\u00fcr Wein und die Reifung darin als Qualit\u00e4tsmerkmal.\u00a0<\/strong><\/p>\n <\/p>\n Barrique steht f\u00fcr mehr als nur die Lagerung und das eigentliche Fass: Diese Art der Weinbereitung in verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleinen, neuen Eichenholzf\u00e4ssern sorgen vor allem f\u00fcr den charakteristischen Barrique-Geschmack.<\/p>\n Ihren Ursprung haben die bekannten Barriquef\u00e4sser in Bordeaux. Im Jahr 1866 wurde dort die Gr\u00f6\u00dfe eines Barriquefasses auf genau 225 Liter festgeschrieben, die auch heute noch so gilt. Ein solches Barriquefass konnte ein Mann alleine rollen. Zwei M\u00e4nner konnten es gerade noch so tragen. Zu jener Zeit wurden die Weine von den Ch\u00e2teaus zu den H\u00e4ndlern an die Kais der Gironde zur Verladung nach Bordeaux gebracht. Erst dort hatte man sie zu verkaufsf\u00e4higen Weinen verschnitten und bis zum Weiterverkauf gelagert. Die Kunden der Bordelaiser Kaufleute sa\u00dfen insbesondere in London und in den reichen Kolonien des britischen Imperiums. Entsprechend eigneten sich besonders Barriquef\u00e4sser, um den Wein per Schiff dorthin zu transportieren. Auf der R\u00fcckfahrt nahm man die teuren F\u00e4sser als Leergut wieder zur\u00fcck nach Frankreich.<\/p>\n Die Lagerung im Barrique ver\u00e4nderte jedoch den Geschmack der Weine und verlieh ihnen ihren charakteristischen s\u00fc\u00df-w\u00fcrzigen Geschmack. Die Kunden in England gew\u00f6hnten sich schnell daran. Die besonderen Aromastoffe<\/a> entstehen, wenn die K\u00fcfer die Dauben mit Wasser und Feuer biegen. Also ganz nat\u00fcrlich bei der Herstellung der Barriquef\u00e4sser. Als Holz wird heute fast nur noch Eiche verwendet, das auch aufgrund seiner H\u00e4rte und Dichte am besten geeignet ist.<\/p>\n Der bekannte US-amerikanische Weinkritiker Robert Parker bevorzugte Rot- und Wei\u00dfweine, die alkoholreich und zugleich ein sattes Barrique-Aroma auszeichnete. Seiner Empfehlung und seinen Bewertungen folgen Millionen von Konsumenten in den Staaten und auch in Europa. So pr\u00e4gte er den Geschmack vieler \u00d6nologen rund um den gesamten Globus. Weinproduzenten aus aller Welt begannen, ihre h\u00f6herwertigen Weine im Barriquefass auszubauen oder eine gewisse Zeit einzulagern. Ob spanische Gran Reservas oder italienische Super Tuscans, der Einsatz des Barriquefasses war quasi obligatorisch.<\/p>\nGeburtsstunde Barrique auf bedeutendem Weinhandelsplatz Bordeaux<\/strong><\/h2>\n
Siegeszug der Barrique-Weine hat einen Namen<\/strong><\/h2>\n
Barrique \u2013 eine Wissenschaft f\u00fcr sich<\/strong><\/h2>\n