{"id":2369,"date":"2017-08-11T16:39:17","date_gmt":"2017-08-11T14:39:17","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=2369\/"},"modified":"2019-03-12T13:10:36","modified_gmt":"2019-03-12T12:10:36","slug":"aus-abwasser-wasser-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/milch_und_liquid_food\/aus-abwasser-wasser-machen\/","title":{"rendered":"Themenwoche Prozessoptimierung: Aus \u201eAbwasser\u201c Wasser machen \u2013 das geht!"},"content":{"rendered":"

Die deutschen Molkereien haben im vergangenen Jahr 31,5 Millionen Tonnen Milch verarbeitet. Nach neuen Erkenntnissen der Hochschule Hannover lie\u00dfe sich ein Drittel dieser Menge direkt aus den Prozessen als Betriebs-, Sp\u00fcl- oder Prozesswasser zur\u00fcckgewinnen. Im Fokus stehen dabei Br\u00fcden aus der Milch- und Molkeneindampfung sowie Permeat aus der Membranfiltration von Milch und Molke.<\/strong><\/p>\n

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Nun ist es nicht so, als w\u00fcrden Milchverarbeiter nicht schon l\u00e4ngst wissen, dass sie einen guten Teil ihrer Frischwasserkosten \u00fcber eine zweckdienliche R\u00fcckgewinnung einsparen k\u00f6nnen. Eine solche R\u00fcckgewinnung findet bereits seit Jahren statt, aber eben nicht in dem Umfang, den die Hochschule Hannover als Potenzial benannt hat.<\/p>\n

Wasserrecycling ist notwendig!<\/strong><\/h2>\n

Bislang war es in vielen Betrieben vielleicht auch noch nicht an der Zeit, sich Gedanken um Wasserrecycling zu machen. Vor allem wenn eine Molkerei \u00fcber eine eigene Brunnenanlage verf\u00fcgt, wird die Notwendigkeit oft nicht gesehen. Aber die gesetzlichen Auflagen im Bereich der D\u00fcngemittel-, Kl\u00e4rschlamm-, Trinkwasserverordnung steigen immer weiter. In einigen Regionen gibt es zum Beispiel hinsichtlich des Nitratgehalts im Wasser bereits Probleme. Daher ist die Versorgung mit Eigenwasser in der Wasser\u00fcberschussregion Nordwesteuropa nicht mehr \u00fcberall m\u00f6glich. Auch von der Abwasserseite her gesehen m\u00fcssen Molkereien eine Vielzahl von Parametern einhalten, mit entsprechenden Kosten. Zeit also, sich in Molkereien ein paar Gedanken \u00fcber die k\u00fcnftige Wasserversorgung und das Wasserrecycling zu machen.<\/p>\n

Aufbereitung von Wasser<\/strong><\/h2>\n

Technologisch ist es relativ einfach, Wasser aus Prozessw\u00e4ssern, wie z.B. Sp\u00fclmilch, abzuscheiden. Ultrafiltration, Umkehrosmose mit und ohne nachgeschaltetem Polisher, Aktivkohlefiltration oder auch aerobe bzw. anaerobe Behandlung der Prozessw\u00e4sser sind die Hauptverfahren.<\/p>\n

Das so wiedergewonnene Wasser l\u00e4sst sich jedoch nicht direkt wieder in den Prozess einspeisen, es muss vielmehr aufbereitet werden. Denn das Lebensmittelrecht schreibt vor, dass mit Trinkwasserqualit\u00e4t gearbeitet werden muss, wenn das Wasser im direkten Kontakt mit dem Produkt steht. Wer eine solche aufw\u00e4ndige und teure Aufbereitung nicht vornehmen will, kann ein f\u00fcr alle Mal einen sekund\u00e4ren Wasserkreislauf verlegen und sein wiedergewonnenes Wasser fortan zum Sp\u00fclen und \u00e4hnlichen Zwecken verwenden.<\/p>\n

Vorteile f\u00fcr Molkereien<\/strong><\/h2>\n

Es gibt aber bereits Verfahren, die Wasser in Trinkwasserqualit\u00e4t aus dem Prozess zur\u00fcckgewinnen. Hier sollten Molkereien pr\u00fcfen, ob sich so etwas f\u00fcr sie rechnet. Zumal wenn sie kommunales Trinkwasser<\/a> einkaufen und ihr Abwasser in die kommunale Kl\u00e4ranlage geben, k\u00f6nnen derartige Aufbereitungsverfahren einen durchaus hohen ROI haben.<\/p>\n

Besucher der drinktec werden auf der Messe eine Vielfalt an Informationen rund um die Gewinnung von Wasser aus Prozessw\u00e4ssern finden, zum Beispiel im Ausstellungsbereich Prozesstechnik<\/a> zur Herstellung bzw. Verarbeitung von Getr\u00e4nken und Milch. Das Ausstellerverzeichnis<\/a> und das neue L\u00f6sungsverzeichnis<\/a> der drinktec hilft Ihnen, Aussteller in diesem Bereich zu finden. Nebenbei: wenn Sie den Water Footprint ihres Unternehmens verbessern, wird sich das auch gut f\u00fcr das Unternehmensimage machen.<\/p>\n