{"id":2005,"date":"2017-06-20T18:06:17","date_gmt":"2017-06-20T16:06:17","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=2005\/"},"modified":"2018-08-29T17:49:32","modified_gmt":"2018-08-29T15:49:32","slug":"themenwoche-rohstoffe-gruene-argumente-fuer-biologische-getraenke-verpackungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/marketing\/themenwoche-rohstoffe-gruene-argumente-fuer-biologische-getraenke-verpackungen\/","title":{"rendered":"Themenwoche Rohstoffe: Gr\u00fcne Argumente f\u00fcr biologische Getr\u00e4nke-Verpackungen"},"content":{"rendered":"
Plastik-Verpackungen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt sind auch in der Getr\u00e4nkeindustrie ein wichtiges Thema. Der Wunsch der Verbraucher nach nachhaltigen Getr\u00e4nke-Verpackungen ist f\u00fcr zahlreiche Verpackungs-Hersteller ein ausschlaggebender Grund, auf umweltfreundliche Alternativen zur Plastikflasche umzusteigen. Aus diesem Trend entsteht auch f\u00fcr das Marketing in der Getr\u00e4nkeindustrie ein vielversprechendes Handlungsfeld: Denn neue Verpackungen bieten zahlreiche \u201egr\u00fcne Argumente\u201c, um den Verbraucher von Kunststoff-Alternativen zu \u00fcberzeugen.<\/strong><\/p>\n <\/p>\n Die Zeit daf\u00fcr ist reif: K\u00fcrzlich schreckte eine Meldung der Presse auf, nach der eine abgelegene S\u00fcdsee-Insel mit zig Millionen Teilen von Plastik-Verpackungen<\/a> zugem\u00fcllt sei. Wie das ganze Plastik dahinkommt? Die Insel liegt an einem der \u201eM\u00fcllstrudel\u201c der Weltmeere, in denen sich Abfall ansammelt. Die verheerenden Auswirkungen des Verpackungs-M\u00fclls auf das \u00d6kosystem sind hinreichend bekannt. Es wird gesch\u00e4tzt, dass j\u00e4hrlich mehrere Millionen Tonnen Kunststoff in den Weltmeeren landen. Fachleute gehen bei Plastikflaschen von einer Abbauzeit von 450 Jahren aus. Verbraucher fordern daher vermehrt die Verwendung von umweltfreundlichen Getr\u00e4nke-Verpackungen und zwingen die Getr\u00e4nkeindustrie zum Handeln.<\/p>\n Der Markt f\u00fcr Kunststoffverpackungen ist bereits in Bewegung. Es existieren einige erfolgversprechende Ans\u00e4tze, umweltfreundliche Alternativen zu herk\u00f6mmlichen PET-Verpackungen zu entwickeln. Recycelbare PET-Flaschen sind bereits auf dem Markt. Ein anderer Schritt auf dem Weg zu mehr Ressourcenschonung ist der Einsatz von recyceltem PET (R-PET). Coca-Cola hat bereits 2009 mit der PlantBottle, die bis zu 30 Prozent aus pflanzlichen Stoffen besteht, gezeigt, wie es gehen kann. 2015 wurde dann eine bis zu 100 Prozent aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen bestehende Flasche pr\u00e4sentiert. Neue Entwicklungen im Bereich der Getr\u00e4nke-Verpackungen<\/a> stehen auch auf der diesj\u00e4hrigen drinktec im Fokus und erhalten einen extra Ausstellungsbereich in den Hallen A1 und A2.<\/p>\n Als besonders spannend im Bereich der alternativen Verpackungsmaterialien gilt PEF (Polyethylenfuranoat), ein rein biobasierter Kunststoff, gewonnen aus nachwachsenden Rohstoffen. PEF zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass haptisch und optisch kein Unterschied zum PET erkennbar ist. Seine erh\u00f6hte Dichtigkeit gegen\u00fcber Kohlendioxid und Sauerstoff sowie seine h\u00f6here mechanische Belastbarkeit lassen im Vergleich zu PET d\u00fcnnwandigere Flaschen zu. Damit ist die Verpackung nicht nur umweltschonender, sondern spart au\u00dferdem Gewicht und Material. Dies bietet dem Marketing viele schlagkr\u00e4ftige Argumente. Zwar stehen der industrielle Durchbruch und damit die kommerzielle Vermarktbarkeit noch aus. Mit der Gr\u00fcndung eines neuen Unternehmens durch BASF und Avantium zur Weiterentwicklung und Vermarktung von PEF<\/a> ist beides aber in greifbare N\u00e4he ger\u00fcckt. Letzten Endes f\u00fchrt langfristig wohl kein Weg daran vorbei, auf mineral\u00f6lbasierte Verpackungen zu verzichten. Das Marketing sollte also bereit stehen, wenn biobasierte Kunststoffe den breiten Markt aufmischen. Denn Konsumenten entscheiden sich heute zunehmend aufgrund \u00f6kologischer Kriterien f\u00fcr oder gegen ein Produkt. Wenn es f\u00fcr den Verbraucher nicht teurer wird und das Handling gleich gut bleibt oder sogar verbessert wird, ist Bio-Kunststoff das schlagende Argument.<\/p>\n In der Innovation Flow Lounge<\/a> auf der drinktec, Halle B1, beleuchten am 13. September zwei Vortr\u00e4ge das Thema \u00d6kologie als Marketingfaktor: Simon Hoffmeyer Boas (Carlsberg) besch\u00e4ftigt sich mit \u201eThe Green Fiber Bottle Experience\u201c und geht unter anderem der Frage nach, ob der Einsatz \u00f6kologischer Verpackungsmaterialien das Image der Marke beeinflussen und neue Zielgruppen erreichen kann. Dr. Klaus-Peter Stadler\u00a0(Inogen Environmental Alliance) referiert \u00fcber \u201ePE? as a Marketing Factor\u201c. Die Innovation Flow Lounge ist der spezielle Treff f\u00fcr alle Marketingexperten in der Getr\u00e4nke- und Liquid-Food-Industrie. Hier wird die Zukunft des Getr\u00e4nkemarketings diskutiert.<\/p>\n Neben dem Verpackungsmaterial spielt auch die Etikettierung f\u00fcr das Marketing in der Getr\u00e4nkeindustrie eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Der Trend geht hier hin zum Direktdruck. Erfahren Sie mehr hier<\/a>.<\/p>\nVerpackungs-Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen liegen im Trend<\/strong><\/h2>\n
PEF \u2013 Biologisches Verpackungsmaterial als Alternative zur Plastikflasche<\/strong><\/h2>\n