{"id":1988,"date":"2017-06-19T17:50:03","date_gmt":"2017-06-19T15:50:03","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=1988\/"},"modified":"2018-08-29T17:49:39","modified_gmt":"2018-08-29T15:49:39","slug":"comeback-regionaler-spezialitaetenbiere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/bier\/comeback-regionaler-spezialitaetenbiere\/","title":{"rendered":"Comeback regionaler Spezialit\u00e4tenbiere"},"content":{"rendered":"
Der Generationswechsel in mittelst\u00e4ndischen Regionalbrauereien f\u00fchrt h\u00e4ufig zu einer spannenden Neuorientierung. Mit dem Aufstieg der internationalen Craft-Beer-Szene setzt die Nachwuchsgeneration von Bierbrauern auf den Spagat zwischen Tradition und Moderne.<\/strong><\/p>\n <\/p>\n Wer die Spezialit\u00e4tenbiere der Brauerei Rittmayer kennt, der mag kaum glauben, dass die Oberfranken bald ihr 600. Jubil\u00e4um feiern. F\u00fcnfzehn v\u00f6llig unterschiedliche Sorten sowie wechselnde Saisonbiere stehen heute im Sortiment \u2013 ein Novum f\u00fcr eine mittelgro\u00dfe Brauerei. Einst gr\u00e4flich gef\u00fchrt, leitet heute Georg Rittmayer das Familienunternehmen mit einem Ertrag von rund 35.000 Hektolitern im Jahr. Bekannt ist das Brauhaus vor allem wegen seinen ungew\u00f6hnlichen Bier-Spezialit\u00e4ten. Mit einem torfigen Rauchbier namens \u201eSmokey George\u201c r\u00e4umt das historische Brauhaus regelm\u00e4\u00dfig Medaillen bei internationalen Bier-Awards wie etwa dem European Beer Star<\/a> ab, der auf der diesj\u00e4hrigen drinktec wieder neu verliehen wird. Rittmayer setzt einerseits weiterhin auf Tradition, dennoch wird immer h\u00e4ufiger mit speziellen Malzen und neuen Hopfensorten experimentiert \u2013 und genau diese Kombination kommt derzeit beim Konsumenten besonders gut an.<\/p>\n Hinter dem Comeback regionaler Spezialit\u00e4tenbiere steht ein seit Jahren anhaltender Trend: Immer mehr Verbraucher besinnen sich wieder auf regionale, handwerkliche und vor allem originelle Produkte. Au\u00dferdem w\u00e4chst durch die internationale Craft-Beer-Szene das Interesse an ungew\u00f6hnlichen Spezialit\u00e4tenbieren. Nach dem jahrelangen Brauerei-Sterben in deutschen Landen haben die Inhaber von unabh\u00e4ngigen Regionalbrauereien die Erosion in ihrer Branche gestoppt und die Weichen neu gestellt. Jenseits ihres Standard-Sortiments besinnen sie sich auf \u00fcberlieferte Rezepturen ihrer Vorv\u00e4ter oder modernisieren ihre Klassiker \u00fcber ungew\u00f6hnliche Hopfen- und Malzkombinationen. Daf\u00fcr begeistern sich vor allem junge Zielgruppen. \u201eRegionalbrauereien erleben derzeit eine wahre Renaissance\u201c, best\u00e4tigt auch Holger Eichele, Verbandschef des Deutschen Brauerbundes. Der Markt f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Brauereien sei auch wieder kr\u00e4ftig am Wachsen.<\/p>\n Inzwischen sind es dutzende Traditionsbetriebe, die auf der Erfolgswelle mitsurfen \u2013 die meisten davon im Bierland Bayern mit \u00fcber 600 Brauereien. Neben Rittmayer gilt auch Rudolf Hirz als Vorzeigebeispiel der neuen Generation von Bierbrauern. Nach einstiger Insolvenz reanimierte der Niederbayer sein Apostelbr\u00e4u in Hauzenberg im Landkreis Passau mit neuen Spezialit\u00e4tenbieren und feiert seitdem wieder Erfolge. Dabei spezialisiert er sich auf uralte Getreidesorten wie Emmer, Einkorn, Dinkel und Hafer. Au\u00dferdem setzt er auf Craft-Beer und braut inzwischen ein Pale Ale und ein Farmhouse Ale. Der Niederbayer wei\u00df, dass er sich deutlich von der Masse absetzen muss, um Erfolg zu genie\u00dfen. Klappt wohl ganz gut: Aktuell gewann Hirz sogar mit seinem traditionellen \u201e5-Korn\u201c-Bier und einem fassgereiften Bock die Silbermedaille beim Meiningers International Craft Beer Award. \u201eDie Zeiten sind vorbei, dass der Mensch sein ganzes Leben immer nur das gleiche Bier trinken will\u201c, bekr\u00e4ftigt Rudi Hirz.<\/p>\n Auch auf der kommenden drinktec muss kein Besucher immer das gleiche Bier trinken \u2013 au\u00dfer er m\u00f6chte das. Denn im Bereich des place2beer<\/a> stellen mehr als ein Dutzend Craft-Beer-Brauer aus aller Welt ihre vielf\u00e4ltigen Sorten vor \u2013 darunter beispielsweise auch das innovative Startup \u201eHoppebr\u00e4u<\/a>\u201c aus dem bayerischen Waakirchen am Tegernsee. Auch die Brauerei Rittmayer wird dort mit ihrem Spezialit\u00e4tenprogramm vertreten sein. Auf rund 500 Quadratmetern in Halle B1 pr\u00e4sentieren sich die kreativsten und spannendsten Newcomer der Bier-Szene und schenken kostenfrei traditionell-moderne Sude sowie India Pale Ales, Stouts, Rauchbiere oder Pale Ales aus. Das kann auch ein Impuls f\u00fcr Hobby-, Heim- und Craft-Beer-Brauer sein: F\u00fcr den Brauvorgang \u201eim kleinen Stil\u201c stellen Aussteller auf der Plattform Home & Craft<\/a> in Halle C1 zahlreiche L\u00f6sungen vor. Zus\u00e4tzlich dazu gibt es auch t\u00e4glich Workshops und Vortr\u00e4ge zu den aktuellen Trends im Bereich Home Brewing. Au\u00dferdem gibt es zahlreiche Bier-Verkostungen und Diskussionsrunden zu aktuellen Themen wie Verpackung, Design, Marketing aber auch \u201eFrauen und Bier\u201c und \u201eBier und Food\u201c. Alles Wissenswerte rund um Bier, zum Beispiel zu den Themen Inhaltsstoffe und Aromahopfen, finden Sie im Rahmenprogramm<\/a>.<\/p>\nCraft-Beer-Szene: Zwischen Tradition und Moderne<\/strong><\/h2>\n
Treffpunkt f\u00fcr Bierliebhaber<\/strong><\/h2>\n