{"id":1745,"date":"2017-05-05T13:56:25","date_gmt":"2017-05-05T11:56:25","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/?p=1745\/"},"modified":"2018-08-27T13:08:30","modified_gmt":"2018-08-27T11:08:30","slug":"maibock-tradition-trifft-moderne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/bier\/maibock-tradition-trifft-moderne\/","title":{"rendered":"Maibock \u2013 Tradition trifft Moderne"},"content":{"rendered":"

Die Fastenzeit ist vorbei, doch die Saison der Bockbiere geht kr\u00e4ftig weiter: Wahre Bier-Gourmets trinken jetzt Maibock. Aber was unterscheidet diesen Stil eigentlich von anderen B\u00f6cken?<\/strong><\/p>\n

Jede Saison hat einen eigenen Bierstil. W\u00e4hrend im Winter meist starke und dunkle Stouts, Porter oder Barley Wines genossen werden, trinken Feinschmecker im Sommer eher leichte Session Ales, moderne Wei\u00dfbiere oder fruchtige India Pale Ales. Aber was l\u00e4uft eigentlich so zwischen den Jahreszeiten? Jetzt beginnt die Zeit der Maib\u00f6cke. W\u00e4hrend dieser traditionelle Bierstil lange Zeit nur f\u00fcr echte Liebhaber reserviert war, haben ihn inzwischen auch viele internationale Kreativbrauer f\u00fcr sich entdeckt.<\/p>\n

Ein Maibock ist eigentlich ein klassisches, helles Bockbier – also ein bayerisches Starkbier. Der erste Sud dieser Kategorie wurde angeblich 1614 von Hofbr\u00e4u in M\u00fcnchen gebraut. Wegen des hochprozentigen, malzaromatischen Starkbieres mit hopfigen Ausklang, reisen jedes Jahr Touristen aus aller Welt in die deutschen Maibock-Regionen, um diese Spezialit\u00e4t zu genie\u00dfen. Heute verwenden Brauer allerdings meist eine andere Malzsch\u00fcttung als noch in fr\u00fcherer Zeit. Die einst dunklen Karamell- und M\u00fcnchner-Sorten wurden gegen helle Wiener- oder Karamellmalze eingetauscht. Seitdem \u00fcberzeugt der Maibock gegen\u00fcber anderen Bockvarianten mit zus\u00e4tzlichen Aromen und etwas mehr Herbe. Der Alkoholgehalt liegt meist bei mehr als sechs Prozent und bringt daher auch eine hohe Stammw\u00fcrze mit. Dennoch werden die Fr\u00fchlingsb\u00f6cke hochvergoren ausgebaut und pr\u00e4sentieren sich deswegen ziemlich schlank im K\u00f6rper und besonders s\u00fcffig.<\/p>\n

\u00c4hnlich wie bei India Pale Ales er\u00f6ffnet sich auch beim Maibock gerade ein neuer Spielraum f\u00fcr Hopfenliebhaber und kreative Craft-Brauer. So etwa in den Kesseln der Bosch Brauerei in Bad Laasphe, \u00f6stlich von K\u00f6ln. Christian Bosch z\u00e4hlt zu den Vorreitern der Bock-Szene, die diese eher traditionelle Bierspezialit\u00e4t mit Aromen von Zitrusnoten und einer gewissen Blumigkeit w\u00fcrzen. Um den vollen Geschmack zu entwickeln, stopft er den Hopfen auch noch mal ordentlich in den Lagertank, was bei traditionellen Bockbieren eher ungew\u00f6hnlich ist.<\/p>\n

Wer mehr zu unterschiedlichen Bockbieren erfahren m\u00f6chte, kann sich von ausgebildeten Biersommeliers oder innovativen Brauern in der place2beer <\/a>der drinktec noch mehr erz\u00e4hlen lassen oder vielleicht auch gleich das ein oder andere Bock-Abenteuer am Gaumen erleben. \u00dcbrigens bilden Bockbiere auch wichtige Kategorien beim European Beer Star<\/a>, einer der renommiertesten Bierwettbewerbe der Welt. Bei der Publikumsverkostung des Awards am 12. September auf der drinktec hat jeder Besucher die M\u00f6glichkeit, erstklassige Biere aus der ganzen Welt zu testen und zu bewerten. Bestimmt werden auch einige Bockbiere dabei sein.<\/p>\n