{"id":1099,"date":"2016-08-17T10:00:34","date_gmt":"2016-08-17T08:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/?p=1099"},"modified":"2019-10-24T10:08:27","modified_gmt":"2019-10-24T08:08:27","slug":"zeuge-der-geburt-einer-neuen-technologie-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drinktec-blog.b-rex.de\/de\/milch_und_liquid_food\/zeuge-der-geburt-einer-neuen-technologie-2\/","title":{"rendered":"Zeuge der Geburt einer neuen Technologie"},"content":{"rendered":"

Roland Sossna konnte sich ansehen, wie ein 3D-Drucker aus K\u00e4se komplexe Formen produziert.<\/strong><\/p>\n

In aller Regel berichte ich \u00fcber bereits entwickelte Technik, sei es in meinen vor-Ort-Reportagen \u00fcber neue Installationen oder indem ich Neuvorstellungen auf Messen wie z.B. der drinktec schreibe. Dass ich einmal dabei sein darf, wenn sich eine Technologie gerade erst bildet, das habe ich bisher in 30 Jahren als Fachjournalist so gut wie nie erlebt.<\/p>\n

\"Roland<\/a>

Roland Sossna beim niederl\u00e4ndische Startup-Unternehmen Printcheese<\/p><\/div>\n

\u00dcber einen Fachinformationsdienst, eine Webrecherche und zugegeben auch einige Zuf\u00e4lle kam ich auf das niederl\u00e4ndische Startup-Unternehmen Printcheese<\/a>, das sich mit dem 3D-Druck von Lebensmitteln befasst und daf\u00fcr insbesondere past\u00f6se K\u00e4se als Basis verwendet. Die holl\u00e4ndische Bauersfrau Michaela van Leeuwen war bei ihrer T\u00e4tigkeit f\u00fcr die international bekannte Universit\u00e4t Wageningen vor ein paar Jahren mit dem 3D-Druck konfrontiert worden und hatte spontan beschlossen, sich auf K\u00e4se zu st\u00fcrzen. Dass ihr Ehemann einen 100-K\u00fche-Hof betreibt, mag da durch-aus wegweisend gewesen sein.<\/p>\n

Inzwischen hat van Leeuwen die Technik und ihren Prozess so weit entwickelt, dass sie komplexere Objekte wie z.B. Unternehmenslogos aus K\u00e4se herstellen kann. Das macht sie live auf Veranstaltungen, was ihr nebenbei auch schon einen Aufritt im niederl\u00e4ndischen TV beschert hat. In abseh-barer Zeit will van Leeuwen 3D-Scanner einsetzen, um aus K\u00e4se z.B. Portraitfiguren von Verbrau-chern live herzustellen, au\u00dferdem sollen ganz individuelle Verbraucherprodukte gedruckt werden.<\/p>\n

Wer das nun als \u201eK\u00e4sekopfprojekt\u201c abtut, liegt wahrscheinlich falsch. Ein industrieller 3D-Druck k\u00f6nnte K\u00e4sehersteller oder \u2013vermarktern auf l\u00e4ngere Sicht ganz neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Produkt-gestaltung und Verkauf bringen. Das Verfahren ist ja im Prinzip nichts anderes als die beim Schmelzk\u00e4se l\u00e4ngst etablierte Extrusion, nur eben dreidimensional.<\/p>\n